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Walther Müller

Walther Müller

Walther Müller (
- 6. September 1905 in Hannover; † 4. Dezember 1979 in Walnut Creek, Kalifornien, USA) war ein deutscher Physiker. Physiker Walther Müller studierte Physik, Chemie und Philosophie an der Universität Kiel. 1925 wurde er der erste Doktorand des neuen Professors Hans Geiger, mit dem er auf dem Gebiet der Stoßionisation von Gasen forschte. Ihre bekannteste Arbeit ist das von ihnen 1928 entwickelte Geiger-Müller-Zählrohr, ein unersetzliches Werkzeug für die Messung der Radioaktivität. Als Geiger 1929 die Universität Kiel verließ und einen Ruf nach Tübingen annahm, endete die direkte Zusammenarbeit mit seinem Lehrer. Müller wechselte in die industrielle Entwicklung. Zunächst arbeitete er für Siemens-Reiniger in Rudolstadt, nach einem einjährigen Vertrag bei der Berliner Julius Pintsch KG übernahm er von 1940-1945 die Forschungsleitung bei Phillips in Hamburg. Da nach dem Krieg Deutschland die atomtechnische Forschung untersagt war, arbeitete er als Berater für verschiedene Unternehmen, bis er 1951 einem Ruf des Wirtschaftsministeriums nach Australien folgte. Dort gründete er nach dem Ende seines Vertrages eine Gesellschaft zur Produktion von Geiger-Müller-Zählrohren. 1958 nahm er eine Stellung bei der General Telephone & Elektronics Resarch in Palo Alto, USA an. Zuletzt war er Mitarbeiter von General Motors in Santa Barbara. Walther Müller starb am 4. Dezember 1979 in Walnut Creek, Kalifornien.

Weblinks


- [http://www1.physik.tu-muenchen.de/~kressier/Bios/Mueller.html Biographie der TU Muenchen] Muller, Walther Muller, Walther Muller, Walther Muller, Walther Muller, Walther Muller, Walther

6. September

Der 6. September ist der 249. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 250. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 116 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 776 v. Chr. - Eine im chinesischen und gregorianischen Kalender festgehaltene Sonnenfinsternis erlaubt deren Abgleich.
- 394 - Theodosius der Große besiegt den weströmischen Kaiser Eugenius. Beide römischen Reiche sind wieder in einer Hand.
- 1522 - Das letzte Schiff der Expedition Ferdinand Magellans kehrt nach dessen Tod nach Spanien zurück.Spanien
- 1634 - In der Schlacht bei Nördlingen erleidet der Heilbronner Bund unter Gustaf Graf Horn und Bernhard von Sachsen-Weimar eine einschneidende Niederlage im Dreißigjährigen Krieg.
- 1813 - Schlacht bei Dennewitz (Befreiungskriege)
- 1838 - Ferdinand I. wird zum König der Lombardei gekrönt.
- 1901 - Attentat auf den amerikanischen Präsidententen William McKinley durch Leon Czolgosz
- 1939 - Krakau in Polen wird von der 14. Armee der Deutschen Wehrmacht eingenommen.
- 1940 - Carol II., König von Rumänien dankt ab. Sein Sohn Michael I. wird der Nachfolger.
- 1944 - Beginn der Bombardierung englischer und belgischer Städte, vor allem London und Antwerpen, mit der V2 Rakete durch die deutsche Wehrmacht
- 1946 - US-Außenminister Byrnes verkündete in Stuttgart die längerfristige Präsenz westlicher alliierter Soldaten in Deutschland.
- 1948 - Iran wird Mitglied in der UNESCO.
- 1948 - Juliana wird Königin der Niederlande.
- 1951 - William S. Burroughs erschießt in Mexiko-Stadt aus Versehen seine Frau, als er im Zustand der Trunkenheit die Apfelszene Wilhelm Tells nachstellen will.
- 1953 - CDU und CSU gewinnen mit Konrad Adenauer die Wahlen zum zweiten Deutschen Bundestag.
- 1953 - Mohammad Daud ("Roter Prinz") wird Premierminister Afghanistans.
- 1955 - In Istanbul und Izmir kommt es zu schweren antigriechischen Pogromen, wobei fast alle orthodoxen Kirchen verwüstet werden.
- 1962 - Handels- und Wirtschaftsabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
- 1965 - Indische Truppen rücken auf die alte pakistanische Kaiserstadt Lahore vor. Der Konflikt um Kaschmir eskaliert zum Zweiten Indisch-Pakistanischen Krieg nach 1947/48
- 1968 - Swasiland wird von Großbritannien unabhängig.
- 1978 - Der deutsche Terrorist Willy Peter Stoll wird von der Polizei erschossen.
- 1978 - Der Mesa-Verde-Nationalpark im Südwesten Colorados wird zum Weltnaturerbe.
- 1991 - Die Sowjetunion erkennt die Unabhängigkeit Lettlands an.
- 1991 - Arnold Rüütel wird Staatspräsident von Estland.
- 1995 - Trotz internationaler Proteste unternimmt Frankreich auf dem Mururoa-Atoll den ersten von mehreren geplanten Atomwaffentests.
- 1997 - Panama wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).
- 2002 - Prof. Iajuddin Ahmed wird Präsident von Bangladesch.
- 2003 - Die Außenminister der EU stufen die palästinensische Hamas als terroristische Organisation ein.
- 2003 - Die USA drängen den Weltsicherheitsrat zu einer Resolution gegen den Iran wegen der Verletzung des Atomwaffensperrvertrages.

Kultur


- 1791 - Uraufführung der Oper La Clemenza di Tito (Die Milde des Titus) von Wolfgang Amadeus Mozart in Prag.
- 1932 - Uraufführung der Oper La favola d'Orfeo (Die Geschichte von Orpheus) von Alfredo Casella am Teatro Goldoni in Venedig.
- 1986 - Das Museum Ludwig wird in Köln eröffnet.

Katastrophen


- 1921 - Paris, Frankreich, bei der Landung zerschellt ein Flugzeug. 5 Tote.
- 1975 - Erdbeben in Lice, Türkei, fast 2.400 Tote
- 1971 - Bei Hamburg muss eine BAC 1-11 der Paninternational Airlines eine Notlandung auf der Autobahn nach Ausfall der Triebwerke machen. 22 von 121 Insassen kommen ums Leben
- 1985 - Milwaukee, Wisconsin, USA. Eine Douglas DC-9 der Midwest Express stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 35 Menschen an Bord starben.
- 1986 - Karatschi, Pakistan. Eine Boeing 747 der PanAm mit 375 Personen an Bord kommt unter Granatenbeschuss. 21 Personen starben durch die Explosionen.
- 1992 - Donaueschingen, Deutschland. Bei einem Busunglück auf der A 864 sterben 27 Menschen, 20 werden verletzt.
- 2005 - Taifun Nabi verwüstet die japanische Insel Kyūshū

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1987 - In Rom endet die Leichtathletik-Weltmeisterschaft
- 2003 - Fußballländerspiel Island gegen Deutschland zur Qualifikation für die EM 2004. Nach erbärmlicher Leistung von deutscher Seite endet das Spiel 0:0. Die Analysen des ARD-Experten-Duos Gerhard Delling und Günter Netzer sind dementsprechend negativ. Im anschließenden Interview mit Waldemar Hartmann empört sich Bundestrainer Rudi Völler in seinem berühmt gewordenen Wutausbruch vor laufender Kamera über diese Analysen ( Zitat: "Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören!")

Geboren


- 1633 - Sebastian Knüpfer, deutscher Komponist
- 1648 - Johann Schelle, deutscher Komponist
- 1729 - Moses Mendelssohn, jüdischer Philosoph
- 1757 - Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette, französischer Politiker;
- 1757 - August Friedrich Langbein, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1766 - John Dalton, englischer Naturforscher und Lehrer
- 1772 - Carl Gottlieb Bellmann, deutscher Musiker
- 1781 - Anton Diabelli, österreichischer Komponist
- 1795 - Achille Baraguey d'Hilliers, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1808 - Abd el-Kadar, algerischer Emir und Freiheitskämpfer
- 1809 - Bruno Bauer, deutscher Philosoph
- 1814 - Levin Schücking, deutscher Schriftsteller
- 1817 - Mihail Kogălniceanu, rumänischer Staatsmann
- 1826 - Isabella Leonarda, italienische Komponistin, gest. 1704
- 1826 - Leopold Ullstein, deutscher Verleger
- 1860 - Jane Addams, US-amerikanische Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin
- 1867 - Franciszek Brzeziński, polnischer Komponist
- 1868 - Heinrich Häberlin, Schweizer Politiker (FDP), Bundesrat 1920-1934
- 1869 - Felix Salten, österreichischer Schriftsteller
- 1875 - Hermann Pistor, deutscher Mathematiker und Physiker, Nestor der modernen Augenoptik
- 1876 - John Macleod, kanadischer Physiologe
- 1879 - Joseph Wirth, deutscher Politiker (Zentrum), Reichskanzler 1921-1922
- 1883 - Norman Birkett, stellvertretender britischer Richter beim Nürnberger Prozess
- 1885 - Franz Csokor, österreichischer Schriftsteller
- 1892 - Sir Edward Victor Appleton, englischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1900 - Julien Green, französischer Schriftsteller
- 1905 - Walther Müller, deutscher Physiker
- 1906 - Luis Federico Leloir, argentinischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1906 - Max Müller, deutscher Philosoph
- 1913 - Leonidas da Silva, brasilianischer Fußballer
- 1915 - Franz Josef Strauß, deutscher CSU-Politiker, Bundesminister, bayrischer Ministerpräsident
- 1921 - Carmen Laforet, spanische Schriftstellerin
- 1923 - Karlheinz Rudolph, deutscher Fernsehjournalist, früherer Moderator des heute-journals
- 1924 - Frolinde Balser, SPD-MdB 1976-1980
- 1925 - Max Imdahl, deutscher Kunsthistoriker
- 1925 - Jimmy Reed, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber (u.a. für Elvis)
- 1925 - Andrea Camilleri, italienischer Schriftsteller
- 1926 - Prinz Claus, Ehemann der niederländischen Königin Beatrix
- 1927 - Peter Steiner, deutscher Schauspieler
- 1930 - Salvatore De Giorgi, italienischer Kardinal, Erzbischof von Palermo
- 1940 - Rudolf Bindig, SPD-MdB seit 1976
- 1941 - Wilfried Härle, deutscher evangelischer Theologe
- 1942 - Dave Bargeron, US-amerikanischer Musiker
- 1943 - Richard Roberts, britischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 1943 - Roger Waters, britischer Musiker (Pink Floyd)
- 1944 - Mick Waller, britischer Musiker
- 1947 - Annette Faße, SPD-MdB 1987-1990
- 1947 - Eduard Oswald, deutscher CSU-Politiker, Bundesbauminister 1998
- 1947 - Sylvester, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - James Litherland, britischer Musiker
- 1951 - Zoltán Ribli, ungarischer Schachmeister
- 1952 - Dominik Graf, deutscher Regisseur
- 1953 - Herwig Mitteregger, deutscher Musiker (Nina Hagen und Spliff)
- 1954 - Stella Barker, britische Sängerin
- 1954 - Louis Molino, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Banner Thomas, US-amerikanischer Musiker (Molly Hatchet)
- 1958 - Amelie Fried, deutsche Moderatorin und Schriftstellerin
- 1960 - Stephan Engels, deutscher Fußballspieler
- 1961 - Willy Astor, deutscher Kabarettist und Sänger
- 1961 - Pal Gamst Waaktaar, norwegischer Musiker (A-ha)
- 1963 - Mark Chesnutt, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1966 - David Bennent, schweizerischer Schauspieler
- 1972 - Carsten Spengemann, deutscher TV-Moderator
- 1975 - Ryoko Tani, japanische Judoka
- 1985 - Robin Ernst, deutscher Chemiker
- 1986 - Thomas Lüthi, schweizerischer Motorrad-Rennfahrer
- 1987 - Anna Anatoljewna Pawlowa, russische Turnerin und Olympiateilnehmerin

Gestorben


- 394 - Eugenius, weströmischer Kaiser
- 1032 - Rudolf III., König von Burgund
- 1092 - Konrad I., böhmischer Herzog
- 1475 - Adolf von Nassau, Erzbischof von Mainz
- 1529 - Jörg Blaurock, führende Persönlichkeit des frühen Täufertums
- 1585 - Luca Cambiaso, italienischer Maler
- 1606 - Matthias Waibel, Priester in Schwaben, Anhänger der Reformation
- 1683 - Jean-Baptiste Colbert, französischer Staatsmann
- 1691 - Burkhardt von Berlepsch, deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter
- 1766 - Johann Boumann, deutscher Baumeister
- 1771 - Matthias Klostermayr, der Bayerische Hiasl
- 1871 - Josef Naus, Offizier und Vermessungstechniker
- 1871 - Mehmed Emin Ali Pascha, osmanischer Staatsmann
- 1880 - Edwin Oppler, deutscher Architekt
- 1885 - Edme Charles Philippe Lepère, französischer Staatsmann
- 1885 - Narcís Monturiol, spanischer Ingenieur und Erfinder
- 1910 - Elías Fernández Albano, chilenischer Politiker
- 1911 - Paul d'Ivoi, französischer Schriftsteller
- 1920 - Paul-Jean Toulet, französischer Schriftsteller
- 1937 - Henry Kimball Hadley, US-amerikanischer Komponist
- 1943 - De Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 1945 - Josef Pfitzner, sudetendeutscher Historiker
- 1946 - Erich Sichting, Politiker, Antifaschist und Sportfunktionär
- 1947 - Paul Guthnick, deutscher Astronom
- 1948 - Richard Chace Tolman, US-amerikanischer Physiker
- 1950 - Olaf Stapledon, britischer Science-Fiction-Autor
- 1956 - Michael Ventris, Sprachwissenschaftler
- 1956 - Witold Hurewicz, polnischer Mathematiker
- 1962 - Hanns Eisler, österreichisch-deutscher Komponist
- 1962 - Tania Blixen, dänische Schriftstellerin
- 1966 - Hendrik Frensch Verwoerd, Soziologe und südafrikanischer Politiker
- 1968 - Giuseppe Lepori, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1969 - Artur Friedenreich, brasilianischer Fußballer
- 1969 - Josefa Berens-Totenohl, deutsche Schriftstellerin, Malerin und Lehrerin
- 1977 - Eugen Schüfftan, deutsch-amerikanischer Kameramann und Erfinder
- 1978 - Adolf Dassler, deutscher Unternehmer und Gründer von Adidas
- 1979 - Joachim Jeremias, Theologe und Orientalist
- 1983 - Rudolf Eickhoff, deutscher Politiker und MdB
- 1984 - Ernest Tubb, US-amerikanischer Musiker
- 1987 - Richard Schneider, katholischer Geistlicher
- 1988 - Axel von Ambesser, deutscher Schauspieler, Regisseur, und Autor
- 1994 - Wolf Donner, deutscher Filmkritiker
- 1998 - Akira Kurosawa, japanischer Regisseur
- 2002 - Michael Argyle, englischer Sozialpsychologe
- 2003 - Maurice Michael Otunga, Erzbischof von Nairobi und Kardinal
- 2005 - Inge Ristock, deutsche Tischtennisspielerin, Kabarettistin und Fernsehautorin

Feier- und Gedenktage


- Abfraßtag
- Nationalfeiertag von Swasiland (Unabhängigkeit von Großbritannien)

Siehe auch

:5. September - 7. September :6. August - 6. Oktober :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0906 ja:9月6日 ko:9월 6일 simple:September 6 th:6 กันยายน

Hannover

Hannover [] ist die Hauptstadt des 1946 neu gebildeten Landes Niedersachsen. Mit rund 515.800 Einwohnern ist Hannover zugleich die größte Stadt des Landes sowie eines seiner Oberzentren. Hannover ist außerdem Sitz der Region Hannover - einer Gebietskörperschaft besonderen Rechts. Des Weiteren ist Hannover der Standort mehrerer Hochschulen sowie ein wichtiges Industrie-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Mit der CeBIT und der Hannover-Messe finden jährlich weltweit beachtete Messen statt. Im November jeden ungeraden Jahres findet mit der Agritechnica die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik statt. Im Jahr 2000 war Hannover Gastgeber der Weltausstellung (Expo 2000). Mit dem Schützenfest Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt. Die Stadt Hannover ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Die englische Schreibweise Hannovers ist Hanover, die französische Hanovre. Das deutschsprachige Eigenschaftswort zu Hannover heißt hannoversch oder hannöversch, nicht jedoch (wie häufig zu hören) hannoveraner. Als Hannoveraner werden die Einwohner Hannovers, aber auch eine Pferderasse, die Hannoveraner bezeichnet. Weltweit gibt es ca. 117 Orte, Buchten, Inseln, Dörfer und Städte mit diesem Namen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise.

Geografie

Hannoveraner Hannover liegt im Tal der Leine, an dessen schmalster Stelle am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. Im Stadtgebiet mündet die Ihme in die Leine. Im Westen der Stadt grenzen die Ausläufer des Weserberglandes, im Norden die Ausläufer der Lüneburger Heide an das Stadtgebiet. Die nächstgelegenen Großstädte sind Bremen, etwa 120 km nordwestlich, Hamburg, etwa 132 km nördlich, Dortmund, etwa 181 km südwestlich, Berlin, etwa 250 km östlich und Kassel, etwa 160 km südlich von Hannover. Großstädte in unmittelbarer Nachbarschaft sind Hildesheim, etwa 25 km südlich und Braunschweig, etwa 50 km östlich. Die höchste natürliche Erhebung des Stadtgebiets ist der am äußersten Südostrand der Stadt gelegene Kronsberg mit 118,2 m. Einzige bedeutende Erhebung im echten Stadtgebiet ist der Lindener Berg, auf dem die Sternwarte der Stadt und diverse Freizeiteinrichtungen untergebracht sind. Hannovers Entfernung bis zur Nordsee beträgt 160 km, zur Ostsee 200 km und zum Harz 70 km.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover: Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze, Garbsen.

Stadtgliederung

Hannovers Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke und 51 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord. Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers

Klimadaten

Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C und es fallen 661 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden. [http://www.wetteronline.de/Niedersachsen/Hannover.htm Link zu weiteren Wetterdaten für Hannover]

Geschichte

Hannover entstand aus einem am Leineufer gelegenen mittelalterlichen Dorf. Die Abstammung des Stadtnamens ist bis heute umstritten. Der erste hannoversche Chronist Johann Ulrich Grupen und der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz sahen den Namen Hannover als Ableitung von dem "hohen Ufer" an der Leine. Heute hält die Mehrheit der Historiker diese Interpretation für falsch. Sie geht davon aus, dass der Name aus dem Altsächsischen stammt und für "Schilfufer" steht. Begründet wird diese Interpretation damit, dass Hannover an einer Furt, also einer besonders flachen Stelle der Leine entstand. Ein hohes Ufer hätte diesen Verkehrsknotenpunkt kaum ermöglicht, zudem beweisen aktuelle Ausgrabungen, dass die Uferhöhe damals mindestens 3 Meter tiefer war als heute und damit kaum von einem hohen Ufer gesprochen werden kann. Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um 1150 im Hildesheimer "Miracula Sancti Bernwardi" erwähnt. 1241 erhält Hannover das Stadtprivileg und im 14. Jahrhundert erlebte Hannover wirtschaftlich eine erste Blütezeit. Während des Dreißigjährigen Krieges macht Herzog Georg von Calenberg 1636 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild. Hierzu zählen unter anderem das Stadtschloss, die Sommerresidenz Herrenhausen und die Oper. Mit der Besteigung des englischen Throns als Georg I. durch den Kurfürsten Georg Ludwig im Jahr 1714 wurde das vom Adel geprägte gesellschaftliche Leben der Stadt allmählich von einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft abgelöst. In jenen Zeiten war Hannover eine englische Kolonie, die von der englischen Königin regiert wurde. Noch heute kann man die vergoldete Kutsche der Queen im Historischem Museum bewundern. Verwaltungsmäßig war Hannover eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz der "Landdrostei Hannover", einem Verwaltungsbezirk, aus dem später der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. 1859 wurde das Amt Langenhagen eingegliedert. 1859 Mit der von Preußen erzwungenen Kapitulation des Königreichs Hannover 1866 – zwei Tage nach der Schlacht von Langensalza, aus der Hannover zunächst als Sieger hervorgegangen war – wurde die Stadt zur Hauptstadt einer gleichnamigen preußischen Provinz. Um 1873 überstieg die Einwohnerzahl die Grenze von 100'000. 1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstanden Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover entstandenen Regierungsbezirks Hannover. In den 1920er Jahren wurde der Landkreis Hannover um den Landkreis Linden vergrößert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt Hannovers stark zerstört, so blieb die Aegidienkirche als Ruine und Mahnmal stehen. Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht setzte ein heute wie damals umstrittenes Modell von breiten Individualverkehrstangenten um die Innenstadt durch. Der Autoverkehr kann seitdem fließen, aber der Bau dieser Straßen führte zu einer zweiten Zerstörungswelle und noch heute wirken sie wie Wunden im Stadtkörper. Ganze Stadtteile sind seitdem von der Innenstadt abgeschnitten (Calenberger Neustadt, List). In der Nachkriegszeit wurde Hannover als "Vorreiter" der modernen Kunst und Architektur berühmt (populäres Beispiel sind die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle). Im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen wurde der Landkreis Hannover zum 1. März 1974 um das Gebiet der Landkreise Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe vergrößert. Zum 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover schließlich mit der kreisfreien Stadt Hannover zur Region Hannover vereinigt. Formal ist Hannover somit keine kreisfreie Stadt mehr, ist aber nach dem Gesetz über die Region Hannover den kreisfreien Städten gleichgestellt, sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hannover zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde. Bild:Hannover_1689.jpg|Hannover um 1689 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover_1939.jpg|Hannover 1939 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover_1945.jpg|Hannover 1945 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover 2004.jpg|Hannover heute (Stadtmodell im Neuen Rathaus)

Eingemeindungen

Folgende Städte, Ortschaften und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Hannover eingemeindet:
- 1747: Aegidien Neustadt
- 1824: Calenberger Neustadt
- 1847: Ernst-August-Stadt (Bezirk Vorort)
- 1859: Vorstadt Hannover mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, Büteworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg, Kleefeld
- 1869: Vorstadt Ohe-Glocksee
- 1882: Königsworther Platz, Welfenschloß und Welfengarten
- 1891: Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List
- 1907: Gemeinden Stöcken, Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und Wülfel
- 1909 n. Linden: Gemeinden Badenstedt, Bornum, Davenstedt, Limmer und Ricklingen
- 1913 n. Linden: Wassergewinnungsgebiet Ricklingen
- 1920: Stadtkreis Linden mit Alt- und Neulinden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Ricklingen
- 1928: Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, Gutsbezirk Leinhausen und Marienwerder
- 1937: Teile von Bemerode und Laatzen
- 1970: Teile von Empelde
- 1974: Stadt Misburg sowie die Gemeinden Anderten, Bemerode, Wülferode, Wettbergen, Ahlem, Vinnhorst, Isernhagen-Süd, Teile von Godshorn, Langenhagen, Laatzen und Rethen

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1190 bis zur Gegenwart sowie aktuelle Informationen zur Einwohnerstatistik der Stadt Hannover sind in dem Artikel Einwohnerentwicklung von Hannover zusammengestellt.

Religion

Die Stadt Hannover gehörte anfangs zum Gebiet des Bistums Minden beziehungsweise zum Archidiakonat Pattensen. In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Danach war Hannover über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Katholiken und Reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein Bürgerrecht erwerben. Dennoch gab es ab 1665 wieder eine katholische Gemeinde. 1697 entstand auch eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten. 1692 entstand das Kurfürstentum Hannover und mit ihm die heutige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, deren Kirchenverwaltung in Hannover eingerichtet wurde. Ab 1815 wurde Hannover zum Königreich erhoben und das Kirchengebiet gliederte sich fortan in fünf relativ selbständige Konsistorialbezirke, darunter Hannover. 1866 wurde Hannover Sitz des Landeskonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Konsistorialbezirke waren seinerzeit in Superintendenturen eingeteilt. In der Stadt Hannover gab es zunächst vier Superintendenturen, die jedoch später zum Stadtkirchenverband Hannover vereinigt wurden. Heute gehören alle evangelischen Kirchengemeinden Hannovers, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD). Die 1819 durch Vereinigung der 1697 beziehungsweise 1702 entstandenen französisch- beziehungsweise deutsch-reformierten Gemeinde entstandene reformierte Gemeinde Hannovers unterstand spätestens ab 1882 dem Konsistorium in Aurich, das seinerzeit oberste Kirchenbehörde aller reformierten Gemeinden innerhalb der Provinz Hannover wurde. Aus dieser Verwaltungsbehörde entstand später die heutige Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland, zu der alle (landeskirchlichen) reformierten Gemeinden Hannovers gehören. Sie sind Teil des Synodalverbands X. Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland Die ab 1665 entstandene katholische Gemeinde gehörte zum Bistum Hildesheim, das 1824 neu festgelegt wurde und zunächst zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), ab 1930 zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Später entstanden weitere katholische Pfarrgemeinden, die heute alle zur Region Hannover des Bistums Hildesheim gehören. Die (kirchliche) Region Hannover ist in 6 Dekanate untergliedert und umfasst in etwa das Gebiet der politischen Region Hannover. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechants ist die Basilika St. Clemens. Neben römisch-katholischen Gemeinden gibt es in Hannover auch eine russisch Orthodoxe Kirche und eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde. Auch verschiedene Freikirchen sind in Hannover vertreten. So ist Hannover Sitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die mehrere Gemeinden in Hannover hat. An weiteren Freikirchen sind vertreten: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks, die Christus-Gemeinde Wettbergen und die Ichthys Freie Jesus-Gemeinde e.V.. Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, Die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft vertreten. Heute (2003) gehört etwa die Hälfte der Hannoveraner einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Im Mai 2005 war Hannover wie schon 1949, 1967 und 1983 Gastgeberstadt des 30. Evangelischen Kirchentags. Im Stadtteil Mühlenberg existiert seit den 1970er Jahren ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden beider Konfessionen unter einem Dach vereint.

Sonstiges

Hannover hat aus dem musikalischen Bereich berühmte Vertreter wie die Scorpions, Fury In The Slaughterhouse oder Heinz Rudolf Kunze hervorgebracht. Sie haben ihre Karriere in Hannover begonnen und leben z.T. hier oder in der näheren Umgebung. Mit Mousse T. ist auch die House- und Discjockey-Szene vertreten.

Politik

In Hannover ist schon seit 1241 ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitglieder bestehenden so genannten "sitzenden Rat" mit dem "regierenden Bürgermeister". Die Mitglieder des Rats wechselten jährlich am 6. Januar. Die ausgeschiedenen Ratsherren (der "alte Rat") gehörten dann zu den Geschworenen. Später änderte sich die Zusammensetzung des Rates. Ab 1699 gehörten ihm zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel "Stadtdirektor". Erst 1925 gab es einen Oberbürgermeister. Die Calenberger Neustadt hatte eine eigene Verwaltung mit einem Vogt, später einem Gerichtsschulzen an der Spitze. Da sie erst 1710 zur Stadt erhoben wurde erhielt sie auch erst 1714 ein Ratskollegium, das bis zur Eingemeindung 1824 amtierte. Die ehemalige Stadt Linden hatte seit 1885 eine städtische Verfassung. 1885 Während der Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt Hannovers von der NSDAP eingesetzt. Auch in Hannover gab es Kriegsendphasenverbrechen. Am 6. April 1945 trieben SS-Leute drei Kolonnen ausländische Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, auf den Seelhorster Friedhof und brachten 154 Menschen um. [http://www.kueste.vvn-bda.de/blutwiese.html] 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Hannover die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Dieser trägt den Titel "Bürgermeister".
Der bereits seit 1972 amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, wurde 1996 erstmals direkt gewählt und zuletzt 2001 für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt. Er ist inzwischen der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in Deutschland. Zuständig für die Überwachung der vom Rat beschlossenen Gesetze und Verordnungen sind von 1303 bis 1699 die so genannten Bruchmeister. Sie haben niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1710 übernehmen sie die Überwachung der städtischen Verteidigungsübungen und des städtischen Schießens, aus dessen Freischießen das heute größte Schützenfest der Welt hervorgeht. Sie tragen die Standarten der vier ursprünglichen Stadtteile Hannover und sind heute Repräsentanten der Stadt. Stadtdirektoren, Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister Hannovers seit 1818
- 1818 - 1820: Dr. Christian Philipp Iffland, dirig. Bürgermeister der Altstadt
- 1818 - 1824: Johann Friedrich Kaufmann, Bürgermeister der Neustadt und ab 1820 Gerichtsschulze der Alt- und Neustadt
- 1818 - 1820: Ludwig Christian Zwicker, Bürgermeister
- 1822 - 1824: Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt, Stadtdirektor
- 1824 - 1843: Rudolf Wilhelm Rumann, Stadtdirektor
- 1843 - 1853: Carl Friedrich Wilhelm Evers, Stadtdirektor
- 1854 - 1882: Johann Carl Hermann Rasch, Stadtdirektor
- 1883 - 1891: Ferdinand John Georg Haltenhoff, Stadtdirektor
- 1891 - 1918: Heinrich Tramm, Stadtdirektor
- 1918 - 1924: Robert Leinert, Oberbürgermeister
- 1925: Gustav Fink, Bürgermeister
- 1925 - 1937: Dr. Arthur Menge, Oberbürgermeister
- 1937: Heinrich Müller, Bürgermeister
- 1938 - 1942: Dr. Henricus Haltenhoff, Oberbürgermeister
- 1942 - 1944: Ludwig Hoffmeister, Staatskommissar
- 1943 - 1945: Egon Bönner, Bürgermeister und Staatskommissar
- 1945 - 1946: Gustav Bratke, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1946: Franz Henkel, Oberbürgermeister
- 1946 - 1956: Wilhelm Weber, Oberbürgermeister
- 1956 - 1972: August Holweg, Oberbürgermeister
- 1972 - heute: Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister Oberstadtdirektoren Hannovers 1946-1996
- 1946 - 1949: Gustav Bratke
- 1949 - 1963: Karl Wiechert
- 1963 - 1974: Martin Neuffer
- 1974 - 1979: Rudolf Koldewey
- 1979 - 1990: Dr. Hinrich Lehmann-Grube
- 1990 - 1996: Jobst Fiedler

Wappen

Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einem grünen Kleeblatt; Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe. Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Kleeblatt (vorher Münzzeichen) allerdings erst ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft Braunschweig ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben rot, gelb und grün wurden 1897 durch rot-weiß ersetzt.

Städtepartnerschaften

Hannover unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bristol, Vereinigtes Königreich, seit 1947
- Perpignan, Frankreich, seit 1960
- Rouen, Frankreich, seit 1966
- Blantyre, Malawi, seit 1968
- Poznan, Polen, seit 1979
- Hiroshima, Japan, seit 1983
- Leipzig, Sachsen, seit 1987 Zwischen 1971 und 1976 bestand auch eine Städtepartnerschaft mit Utrecht, Niederlande.

Wirtschaft und Infrastruktur

Hannover ist eine bedeutende Messestadt. Jedes Frühjahr ist Hannover der Schauplatz der weltgrößten Computermesse CeBIT und der Industriemesse Hannover Messe. Im Jahr 2000 fand in Hannover die Weltausstellung Expo 2000 statt. Daneben veranstaltet die Deutsche Messe AG zahlreiche weitere bekannte Messen.

Verkehr

Deutsche Messe AG Hannover gehört zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands. Die Stadt wird von Eisenbahnen und Bundesautobahnen aus allen Himmelsrichtungen erreicht. Im Nordosten der Stadt kreuzen sich die Bundesautobahnen A 2 Dortmund-Berlin und A 7 Hamburg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verlaufen die A 37, A 352, B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522 durch das hannoversche Stadtgebiet. Der urbane Stadtkern wird durch einen Ring aus A 2, Westschnellweg, Südschnellweg und Messeschnellweg umschlossen Der hannoversche Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Es existieren ICE-Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Bremen, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Während großer Messen halten einige ICE auch im am südlichen Stadtrand gelegenen Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehört ferner der Rangierbahnhof im benachbarten Seelze. Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit S-Bahn, Stadtbahn und Bus. Fünf S-Bahnlinien binden das Umland an Hannover an. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und mit 55 Buslinien verschiedener Verkehrsunternehmen gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des gesamten Umlands. Sie verkehren alle nach dem gleichen, gestaffelten Tarifmodell innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Hannover hat ferner fünf Binnenhäfen am Mittellandkanal beziehungsweise an direkt abzweigenden Stichkanälen und auch einen internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen.

Medien

Hannover ist Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks. Direkt nebenan liegt das Landesfunkhaus vom ZDF. Als Tageszeitung erscheint in Hannover die Hannoversche Allgemeine Zeitung, sowie die Neue Presse. Beide Zeitungen werden von der Madsack Gruppe heraus gegeben. In Hannover gibt es außerdem das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Flora und den freien TV-Sender h-eins (ehemals Offener Kanal). Große Hannoversche Radiosender sind "NDR 1 Niedersachsen", "Hit-Radio Antenne" und "Radio FFN". RTL und Sat.1 betreiben in Hannover jeweils ein Nordstudio. Der Fernsehsender "TV Travel Shop" sendet ebenfalls aus Hannover. Im Jahr 2006 wird der Fernsehsender RTL Shop seinen Sitz und damit auch die Studios von Köln nach Hannover verlegen.

Ansässige Unternehmen

Köln In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz. Unter anderem die Reifenfirma Continental AG, die VW Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Nutzfahrzeughersteller Komatsu Hanomag, die Lebensmittelindustrie von Bahlsen, das Varta-Batteriewerk und der Schleifmittelhersteller VSM. Hannover ist zudem ein wichtiger Standort für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Unternehmen, die Ihren Sitz in Hannover haben, gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen, zum Beispiel Norddeutsche Landesbank Girozentrale (NORD/LB), GE Money Bank (ehemals Allbank AG), AWD, LBS, FinanzIT, Hannover Rück, Hannoversche Leben. Hinzu kommt der bekannte Touristikkonzern TUI AG (ehemals Preussag AG). Weitgehend unbekannt ist die Firma MTU im Norden Hannovers in Langenhagen, eine weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Ein weiterer großer Arbeitgeber sind die Stadtwerke Hannover. Sie versorgen Hannover und die Umgebung mit Gas, Wasser, Wärme und elektrischer Energie. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind E.ON Energie AG, EMPG, EMGMG, EMGMKG und BEB. Weiterhin bekannte Unternehmen sind der nicht mehr existente Fahrzeughersteller Hanomag, einer der ältesten deutschen Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck aufgekauft, 2001 geschlossen) und die Schreibwarenhersteller Geha und Pelikan.

Öffentliche Einrichtungen

Hannover ist Sitz folgender Einrichtung und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
- Bundessortenamt
- Bundesgrenzschutzamt Hannover
- Bundesvermögensamt Hannover
- Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
- Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
- Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR
- Handwerkskammer Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover sowie Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg (Weser) und Schaumburg in Niedersachsen
- Hauptzollamt Hannover
- IHK Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover und Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Northeim, Schaumburg und Osterode am Harz
- KKH - Kaufmännische Krankenkasse
- Kommunaler Schadensausgleich Hannover
- Kreiswehrersatzamt Hannover
- Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA)
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
- Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft
- Norddeutscher Rundfunk (NDR) - Landesfunkhaus Niedersachsen Hannover
- Oberfinanzdirektion Hannover
- Prüfungsamt des Bundes Hannover
- Region Hannover
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)
- Zollfahndungsamt Hannover

Bildung und Forschung

Zollfahndungsamt Hannover besitzt folgende Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen:
- Universität Hannover in der Nordstadt; die Universität geht zurück auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur und 1968 die Pädagogische Hochschule Hannover eingegliedert.
- Medizinische Hochschule Hannover (MHH); gegründet 1965
- Hochschule für Musik und Theater Hannover; Die Hochschule geht zurück auf die Landesmusikschule beziehungsweise die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten.
- Tierärztliche Hochschule Hannover; die 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnete und 1887 zur Hochschule erhobene Einrichtung, ist die älteste Hochschule in Hannover.
- Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule entstand aus verschiedenen Institutionen, unter anderem Werkkunstschule, Ingenieurakademie, Staatliche Baugewerkschule Nienburg. 1978 kam der Fachbereich Informations- und Kommunikationswesen hinzu
- Evangelische Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers wurde 1905 als Christlich-Soziale Frauenschule gegründet. 1971 wurde diese mit der Wichernschule (Höhere Fachschule für Sozial- und Jugendarbeit) zur Fachhochschule zusammen geschlossen
- Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
- German International School of Management Administration (GISMA)
- International Neuroscience Institute Hannover (INI); von Prof. Madjid Samii gegründete neurochirurgische Klinik und neurowissenschaftliches Forschungsinstitut
- Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
- Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie
- Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
- Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB) Zudem gibt es folgende Bibliotheken:
- Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek
- Technische Informationsbibliothek / Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB)
- [http://www.stadtbibliothek-hannover.de]Stadtbibliothek Hannover

Freizeit und Sport


- Hannover ist eines der Zentren des Eishockeys in Deutschland. So spielen beim Messegelände in der TUI Arena die Hannover Scorpions, während die Hannover Indians im "Eisstadion am Pferdeturm" im Stadtteil Kleefeld ihr Domizil haben.
- Auch im Fußball gibt es zwei Lokalgrößen: Den Bundesligaverein Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., kurz "Hannover 96" oder "die Roten", und den SV Arminia Hannover, kurz "SVA" oder "die Blauen".
- Der erste deutsche Rasensportverein (Deutscher Fußballverein 78) wurde 1878 in Hannover gegründet. Unter "Fußball" verstand man damals noch das heutige Rugby. Hannover ist seit jeher die dominierende deutsche Stadt im Rugby. Vier (DRC Hannover, TSV Victoria Linden, SC Germania List und SG 78/08 Hannover) von derzeit acht Mannschaften spielen in der Herren-Bundesliga, seit 1909 wurde 62mal (von 83 ausgetragenen Meisterschaften) die Deutsche Meisterschaft der Herren nach Hannover geholt.
- Am 25. Januar 1862 wurde in Hannover der erste deutsche Fechtverein gegründet, der noch heute existiert. Neben dem Fechtklub Hannover von 1862 gibt es inzwischen noch drei weitere Fechtvereine, die den Fechtsport anbieten und auf Turnieren erfolgreich sind.
- Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts finden sich auch in Hannover Anhänger der Sportart BMX. Zumeist Jugendiche nutzen die Beton-, Asphalt- und Grünflächen der Stadt für Ihre Zwecke. In den letzten Jahren hat darüberhinaus die Eigeninitiative der Sportler deutlich zugenommen; Hannover ist mittlerweile ein deutschlandweit bekannter Ort für relevante Veranstaltungen und Wettkämpfe. Durch das Entstehen eines Ladengeschäftes in Hannovers Nordstadt entwickelt sich eine aktive Szene; eine Unterstützung durch die Stadt im Rahmen der Jugendpflege blieb bisher weitestgehend aus.
- Campo Aktiv-Arena: Im Stadtteil Anderten liegt dieser 29.000 Quadratmeter (darunter 17.000 Quadratmeter Indoorbereich) große Spaßpark. Neben dem Relax und Beautybereich "CAMPO Cosmetics" gibt es zahlreiche Sporteinrichtungen: Inliner Rundparcours, Kletterwand, Seilbahn, Skaterparcours, Streethockey, Tischtennis, Beach-Volleyball, BMX-Crossstrecke und Fußball) und zahlreiche Einrichtungen zur Unterhaltung (u.a. Billard, Carrera-Bahn, Minigolf). In dem Park gibt es auch ein großes Angebot für Kinder (Fort Campo, Keetcarbahn, Kletterlabyrinth, Piratenschiff, Riesenrutsche, See mit Paddelbooten, Trampolin, Vulkan Hüpfburg und Spielplatz). In dem Restaurant "Buena Vista" und in dem Biergarten kann man sich stärken.

Discos und Nachtleben


- Backstage
- Bad
- Base Underground Club
- Brauhaus Ernst-August
- Capitol
- Casa Blanca
- DAX Bierbörse
- Diablo Latino Music Club
- Eve Klub
- Funpark
- Heartbreak Hotel
- Intensivstation
- Kö-Tanzpalais
- Labor
- Liquid-Lounge
- Living Room
- MEC - Multi Entertainment Centre
- Men's Factory
- Nachtschicht
- Naoum's
- Na Und
- Osho
- Palo Palo
- Phoenix
- Polly Ester
- Rainbow
- Rocker
- Rockhouse
- Sansibar
- Soap Club
- Vulcano
- Xcelsior
- Zaza

Kinos


- Apollo (Hannovers ältestes Kino)
- Cinemaxx Nikolaistraße (War bei der Eröffnung das erste Multiplexkino Europas)
- Cinemaxx Raschplatz
- Hochhaus Lichtspiele (Deutschlands höchstes Kino)
- Kino am Raschplatz
- Kino im Künstlerhaus
- Kino im Sprengel

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Anderten Anderten Eine berühmte Sehenswürdigkeit Hannovers sind die Herrenhäuser Gärten, die zu den besterhaltenen Barockgärten Europas zählen. Hinzu kommt das Wahrzeichen der Stadt, das Neue Rathaus. Sehenswert sind ferner das Leineschloss (Sitz des Niedersächsischen Landtages), das Leineufer mit den "Nanas" von Niki de Saint Phalle, der Ballhofplatz, die Marktkirche, der Holzmarkt mit dem Leibnizhaus, das Kreuzkirchenviertel, die Ruine der Aegidienkirche, das Anzeigerhochhaus von Fritz Höger (ältestes Hochhaus Deutschlands), der gläserne Verwaltungsbau der NORD/LB am Aegi des Architektenbüros Behnisch, Behnisch & Partner, der Gehry-Tower des Architekten Frank O. Gehry, der Maschsee, verschiedene Parks und Stadtwälder wie der Georgengarten, die Leinemasch oder die Eilenriede. Letztere beherbergt auch den sehenswerten Zoo. Außerhalb der Innenstadt ist das im Süden der Stadt nahe dem Messegelände gelegene ehemalige Gelände der Weltausstellung Expo 2000 sehenswert. Insbesondere die noch erhaltenen Nationenpavillons, zum Beispiel von Deutschland, Niederlande, Spanien, Ungarn und Jemen, vermitteln einen architektonischen Eindruck dieser für Hannover einmaligen Großveranstaltung. Im Stadtteil Gr. Buchholz steht mit dem Telemax der höchste TV-Turm Norddeutschlands. Der alte Fernsehturm am Bahnhof wird heute als VW-Tower bezeichnet, und dient nur noch zu Werbezwecken. Ein weiterer bemerkenswerter Turm in Hannover ist der mit einer Aussichtsplattform in 65 Meter versehene 88,8 Meter hohe Hermesturm, der durch seine markante Doppelröhrenkonstruktion auffällt. Im Stadtteil Anderten findet sich die 1928 eingeweihte und damals größte Binnenschleuse Europas, die Hindenburgschleuse. Roter Faden Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind durch den Roten Faden miteinander verbunden, einer 4,2 km langen Linie, die in Form eines Rundganges zwischen Tourismusbüro und Bahnhofsvorplatz mit roter Farbe auf das Straßenpflaster gepinselt wurde. Liste der Denkmäler Die Liste der Denkmäler in Hannover bringt eine Auswahl von Denkmälern, Skulpturen, Kunstwerken im Bereich der Innenstadt Hannovers. Liste der verschwundenen Bauwerke Eine umfassende Übersicht über wichtige Bauwerke in Hannover, die mittlerweile wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind, findet sich in dem Artikel Liste der verschwundenen Bauwerke des alten Hannover.

Hannovers Wasserwege


- MS Leineschloss (Mittelllandkanalfahrten) ab Nordhafen
- Fahrgastschiff "Wappen von Hannover" (Ihme-. Leine-, und Mittellandkanalfahrten) ab "Anleger Schwarzer Bär"
- Fahrgastschiff "Nicole B." (Mittellandkanal und Stichkanalfahrten) ab Nordhafen
- Maschseeflotte der

1979

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1979 ist „Internationales Jahr des Kindes“ (Vereinte Nationen)
- Die Rauchschwalbe (lat. Hirundo rustica) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Die USA und die Volksrepublik China nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 1. Januar: Hans Hürlimann wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Österreich und Ungarn heben die Visapflicht im Reiseverkehr auf
- 1. Januar: Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab: Anerkennung der Volksrepublik China durch die USA
- 1. Januar: Eintritt des Kantons Jura in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- 7. Januar: Die vietnamesische Armee nimmt die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein und beendet damit die Herrschaft der Roten Khmer
- 9. Januar: Dominica wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Januar: Der Schah Mohammad Reza Pahlavi verlässt den Iran
- 17. Januar: Zum ersten Mal wird in Deutschland Smogalarm ausgelöst. In mehreren Ruhrgebietsstädten liegt der Schwefeldioxid-Gehalt der Luft länger als drei Stunden über 0,8 mg
- 1. Februar: Der Ayatollah Khomeini kehrt nach 15 Jahren im Exil wieder in den Iran zurück
- 7. Februar: Freundschaftsvertrag zwischen Tuvalu und den USA
- 11. Februar: Iran. Sturz der Regierung
- 17. Februar: China greift Vietnam an
- 20. Februar: Die Cassis-de-Dijon-Entscheidung wird vom Europäischen Gerichtshof verkündet
- 27. Februar: Geburt Ismail Koyun II
- 2. März: Albanien. Die Regierung erklärt den Ausnahmezustand
- 5. März: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos von Jupiter und seinen Monden
- 13. März: Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt in Kraft
- 26. März: Unterzeichnung des Israelisch-Ägyptischen Friedensvertrages (Camp David I)
- 28. März: Erster schwerer Unfall eines Atomkraftwerks auf Three Mile Island bei Harrisburg, USA
- 31. März: Abzug der letzten britischen Truppen von Malta
- 1. April: Ayatollah Khomeini ruft die Islamische Republik Iran aus
- 4. April: Seeverkehrsvertrag zwischen Deutschland und Brasilien
- 11. April: Deutschland schließt Wirtschaftsabkommen mit Ägypten
- 1. Mai: Dänemark entlässt Grönland in die Selbstverwaltung
- 23. Mai: Karl Carstens (CDU) wird zum Bundespräsidenten gewählt
- 28. Mai: Der Beitrittsvertrag mit Griechenland zur europäischen Gemeinschaft (EG) wird unterzeichnet
- Im Juni erste allgemeine Wahlen der 410 Mitglieder zum Europäischen Parlament
- 18. Juni: Unterzeichnung der SALT II Verträge durch Jimmy Carter und Leonid Breschnew in Wien
- 26. Juni: Deutschland und Tuvalu nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Elfenbeinküste
- 3. Juli: Franz Josef Strauß wird Kanzlerkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 1980. Er setzt sich in einer Fraktionsabstimmung gegen Ernst Albrecht mit 135 zu 102 Stimmen durch
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag beschließt, bei Mord und Völkermord die Verjährung endgültig aufzuheben
- 9. Juli: Die amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos von Jupiter und seinen Monden
- 11. Juli: Die Raumstation Skylab verglüht in der Atmosphäre
- 12. Juli: Kiribati wird unabhängig von Großbritannien
- 16. Juli: Der irakische Präsident Ahmad Hasan al-Bakr tritt zurück und Saddam Hussein wird sein Nachfolger
- 19. Juli: Nicaraguanische Revolution
- 3. August: Äquatorialguinea Militärputsch, Verurteilung und Hinrichtung des gestürzten Präsidenten
- 13. August: Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden
- 23. August: Die iranische Armee fängt mit der Bombardierung kurdischer Städte an. Am 23. August wird Sakez, am 1. September Bokan, am 2. September Piranschar, am 3. September Mahabad und am 6. September Sardascht angegriffen
- 1. September: Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Saturn vorbei
- 13. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Sri Lanka
- 14. September: Afghanistan. Amin stürzt Präsident Taraki
- 16. September: Der afghanische Staatschef Nur Muhammad Taraki tritt zurück
- 18. September: St. Lucia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. September: Ungeklärte Atomexplosion südlich Afrikas
- 25. Oktober: Die spanischen Regionen Katalonien und das Baskenland werden eingeschränkt autonom
- 25. Oktober: Der letzte aus Holz gebaute Sendeturm der DDR in Golm wird wegen Baufälligkeit gesprengt
- 4. November: Geiselnahme in der US-amerikanischen Botschaft in Teheran. Gefordert wird die Auslieferung des ehemalige Schahs an den Iran
- 22. November: Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruanda
- 12. Dezember: NATO-Doppelbeschluss zur Nachrüstung von Atomwaffen
- 18. Dezember: Die Vereinten Nationen verabschieden das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
- 24. Dezember: Sowjetische Invasion in Afghanistan. Präsident Amin wird ermordet und Babrak Karmal neuer Präsident
- Lukasischer Lehrstuhl der Universität Cambridge wird mit dem Physiker Stephen Hawking besetzt
- Offizielle Untersuchung der Bleigehalte von Milchzähnen der Bleikinder

Kultur


- 8. März: Uraufführung der Kammeroper „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm an der Staatsoper in Hamburg
- 29. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Costa Rica. In Kraft seit dem 21. Mai 1981
- 29. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Jordanien. In Kraft seit dem 5. Februar 1981
- 2. Oktober: Uraufführung der Oper „Der Aufstand“ von Helmut Eder in Linz
- 24. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und China. In Kraft seit dem 29. August 1980
- 19. November: Eckart Witzigmanns Aubergine erhält - als erstes Restaurant Deutschlands - drei Sterne im Guide Michelin.
- 24. November: Uraufführung des Lustspiels „Leonce und Lena“ von Paul Dessau in Ost-Berlin
- Erstausgabe der Zeitschrift „Art: Das Kunstmagazin“ erscheint
- Beginn des Aufbaus des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim
- Eröffnung des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen

Katastrophen


- 26. März: Nürnberg, Bayern, Deutschland. Beim im Bau befindlichen Rhein-Main-Donau-Kanal brach der Damm eines bereits gefluteten Teilstücks. Der Nürnberger Stadtteil Katzwang wurde überflutetet, es entstand Sachschaden in Höhe von 12 Millionen €, ein zwölfjähriges Mädchen starb
- 25. Mai: Chicago, Illinois, USA. Ein Verkehrsflugzeug vom Typ McDonnell Douglas DC-10 der American Airlines verlor während des Starts vom O'Hare International Airport ein Triebwerk und stürzte 30 Sekunden später ab. Alle 271 Menschen an Bord sowie zwei am Boden starben
- 31. Juli: Nähe Sumburgh (Shetlandinseln), Großbritannien. Eine Hawker Siddeley HS 748 der britischen Dan Air Services schoss über die Landebahn hinaus und stürzte ins Meer. 17 Menschen starben, 30 wurden gerettet
- 7. Oktober: Athen, Griechenland. Eine Douglas DC-8 der Swissair schoss bei starkem Regen und Aquaplaning über die Landebahn hinaus. 14 Menschen starben
- 31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko. Eine McDonnell Douglas DC-10 der Western Air Lines kollidierte auf einer gesperrten Landebahn mit einem LKW, krachte in Flughafengebäude und fing Feuer. 72 Menschen starben, 17 wurden gerettet
- 26. November: Jidda, Saudi-Arabien. Eine Boeing 707 der Pakistan International Airlines, voll besetzt mit Pilgern aus Mekka, stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 156 Menschen starben
- 28. November: Mount Erebus, Antarktis. Eine neuseeländische McDonnell Douglas DC-10 prallt gegen den Mount Erebus. Alle 257 Menschen starben
- Erdbeben in Montenegro, Jugoslawien, über 100 Tote
- Erdbeben zerstört die Stadt Tabas im Iran, 129 Tote
- Hurrikan verwüstet Karibische Staaten, ca. 1.400 Tote
- Erdbeben im Iran. ca. 1.000 Tote
- Erdbeben in Nord-Ost-Iran, ca. 300 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. März: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ossie Ocasio im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen K