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Nürnberger Prozesse
Der Begriff Nürnberger Prozess steht in erster Linie für den am 20. November 1945 eröffneten ersten Prozess gegen die 24 Hauptkriegsverbrecher der nationalsozialistischen Führung vor einem eigens eingerichteten Ad-hoc-Strafgerichtshof, dem Internationalen Militärgerichtshof (IMG; engl. International Military Tribunal – IMT). Im weiteren Sinne schließt der Plural Nürnberger Prozesse auch die Folgeprozesse gegen Ärzte, Juristen, führende Personen aus der Wirtschaft u.a. mit ein, die vor US-amerikanischen Militärgerichten stattfanden. In diesen wurden die Verbrechen von 177 Angeklagten untersucht.
Die Prozesse wurden aus symbolischen Gründen in Nürnberg abgehalten, in der in der Zeit des Nationalsozialismus die Reichsparteitage der NSDAP abgehalten worden waren.
Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher
- Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher (20. November 1945 – 1. Oktober 1946)
Folgeprozesse
- Fall I Ärzte-Prozess (9. Dezember 1946 - 20. August 1947)
- Fall II Milch-Prozess (Generalfeldmarschall Erhard Milch, 2. Januar - 17. April 1947)
- Fall III Juristen-Prozess (17. Februar - 14. Dezember 1947)
- Fall IV Prozess Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS (SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt, 13. Januar - 3. November 1947)
- Fall V Flick-Prozess (Flick-Konzern, 18. April - 22. Dezember 1947)
- Fall VI IG-Farben-Prozess (IG Farben, 14. August 1947 - 30. Juli 1948)
- Fall VII Prozess Generäle in Südosteuropa (15. Juli 1947 - 19. Februar 1948)
- Fall VIII Prozess Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (Rasse- und Siedlungshauptamt, 1. Juli 1947 - 10. März 1948)
- Fall IX Einsatzgruppen-Prozess (Einsatzgruppen, 15. September 1947 - 10. April 1948)
- Fall X Krupp-Prozess (Krupp-Konzern, 8. Dezember 1947 - 31. Juli 1948)
- Fall XI Wilhelmstraßen-Prozess (Auswärtiges Amt und andere Ministerien, 4. November 1947 - 14. April 1948)
- Fall XII Prozess Oberkommando der Wehrmacht (Oberkommando der Wehrmacht, 30. Dezember 1947 - 29. Oktober 1948)
Literatur
- Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 14. November 1945 - 1. Oktober 1946. Amtlicher Text Verhandlungsniederschriften. Nürnberg 1947; Fotomechanischer Nachdruck: Frechen 2001, Bände 1-23. ISBN 3898361217
- Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 14. November 1945 - 1. Oktober 1946. Amtlicher Text Urkunden und anderes Beweismaterial. Nürnberg 1947; Fotomechanischer Nachdruck: München/Zürich 1984, Bände 1-18.
- Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Der Nationalsozialismus vor Gericht. Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943-1952. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1999. ISBN 3596135893
- Steffen Radlmaier (Hrsg.): Der Nürnberger Lernprozess - Von Kriegsverbrechern und Starreportern, Frankfurt am Main 2001. ISBN 3821845031
- Alfred Seidl: Der Fall Rudolf Hess 1941 - 1987. Dokumentation des Verteidigers. München 1997
- Werner Maser: Nürnberg - Tribunal der Sieger. Düsseldorf 1977. ISBN 3430163552
- Bradley F. Smith: Der Jahrhundert-Prozess. Frankfurt am Main 1977. ISBN 3100772016
- Peter Heigl: Nürnberger Prozesse - Nuremberg Trials. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2001. ISBN 3-418-00388-5
Weitere Prozesse gegen deutsche Kriegsverbrecher des zweiten Weltkriegs
- Auschwitz-Prozesse
- Bergen-Belsen-Prozess
- Curiohaus-Prozess
- Dachauer Prozesse
- Fliegerprozesse
- Leipziger Prozesse
- Majdanek-Prozess
- Malmedy-Prozess
- Ravensbrück-Prozesse
- Ulmer Einsatzgruppen-Prozess
Weblinks
- [http://www.shoa.de/content/view/341/184/ Der Nürnberger Prozess - Versuch einer juristischen Annäherung]
- [http://tourismus.nuernberg.de/v01/pub/de/scripts/index.html?navID=8&objID=76 Informationen zum Ort des Prozesses]
- [http://www.bz.nuernberg.de/bzshop/publikationen/nproz/nproz.html Bildungszentrum Stadt Nürnberg. BZ-Materialien, Band 1, Gabi Mueller-Ballin, Die Nürnberger Prozesse 1945-1949, Vorgeschichte - Verlauf - Ergebnisse]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/Nachkriegsjahre/LastDerVergangenheit/nuernbergerProzesse.html LeMO: Lebendiges virtuelles Museum Online. Nürnberger Prozesse]
- [http://www.shoa.de/content/view/251/184/ Die Vollstreckung der Urteile der Nürnberger Prozesse]
- [http://www.spiegel.de/sptv/themenabend/0,1518,151619,00.html SPIEGEL TV (Themenabend vom 31. August 2001, 22:05 Uhr, VOX). NS-KRIEGSVERBRECHEN: Die Chronik des Nürnberger Prozesses]
- [http://www.justiz.bayern.de/olgn/imt/imtd.htm Oberlandesgericht Nürnberg. Beitraege zur Rechtsgeschichte. Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse (1945-1949)]
- [http://nuremberg.law.harvard.edu/php/docs_swi.php?DI=1&text=overview Originaldokumente der Nürnberger Prozesse. Harvard Law School. (engl.)]
- [http://www-camlaw.rutgers.edu/publications/law-religion/nuremberg.htm Originaldokumente der Nürnberger Prozesse - Donovan collection (engl.)]
- In einer Zeitreise durch den Gerichtssaal 600 [http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-384249,00.html illustriert SPIEGEL ONLINE Vorgeschichte und Ablauf] der Nürnberger Prozesse. 15. November 2005.
ja:ニュルンベルク裁判
20. NovemberDer 20. November ist der 324. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 325. in Schaltjahren) - somit bleiben 41 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahr
- 284 - Der Befehlshaber Diokletian wird von seinen Truppen zum römischen Kaiser ausgerufen.
- 1700 - Im Verlauf des Großen Nordischen Krieges schlägt König Karl XII. von Schweden den russischen Zaren Peter I. in der ersten Schlacht von Narva.
- 1780 - England erklärt den Niederlanden den Krieg.
- 1789 - New Jersey ratifiziert als erster US-Bundesstaat die Bill of Rights der Vereinigten Staaten.
- 1815 - Abschluss des Zweiten Friedens von Paris zwischen Großbritannien, Preußen, Russland und Österreich ("Quadrupelallianz"). Nach der Schlacht von Waterloo wird das Staatsgebiet von Frankreich von den Siegern auf den Stand von 1790 begrenzt.
- 1873 - Ungarns Hauptstadt Budapest entsteht durch die Zusammenlegung von der Städte Buda, Óbuda und Pest.
- 1910 - Francisco I. Madero ruft in Texas zur Revolution gegen Porfirio Díaz auf und erkärt sich gleichzeitig selbst zum Präsidenten Mexikos.
- 1917 - Die Schlacht von Cambrai beginnt mit einem massiven britischen Panzerangriff.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg schließen sich Ungarn, Rumänien und die Slowakei den Achsenmächten an.
- 1945 - Im Justizpalast in Nürnberg beginnt mit der Verlesung der Anklage der Prozess der vier alliierten Besatzungsmächte gegen zwanzig führende Persönlichkeiten des Dritten Reichs, darunter Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop und Julius Streicher, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
- 1947 - Prinzessin Elisabeth heiratet in London Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh.
- 1955 - Der Ärztestreit von Klaksvík erreicht mit dem Attentat auf den Ministerpräsidenten der Färöer Kristian Djurhuus in Tvøroyri einen seiner dramatischsten Höhepunkte. Djurhuus bleibt unversehrt, doch für färöische Verhältnisse sollte es eine der gravierendsten innenpolitisch motivierten Gewalttaten ihrer Geschichte bleiben.
- 1966 - Der Schweizer Kanton Zürich stimmt in einer Volksabstimmung gegen das Frauenwahlrecht.
- 1977 - In einer Rede vor der Knesset erkennt der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels an..
- 1979 - Bei einer Geiselnahme in der US-amerikanischen Botschaft in Teheran wird die Auslieferung des ehemaligen Schahs an den Iran gefordert.
- 1989 - Die UN-Generalversammlung nimmt die Kinderrechtskonvention an.
- 1994 - Die angolanische Regierung und die Rebellenorganisation UNITA unterzeichnen einen Friedensvertrag, das Lusaka-Protokoll.
- 1998 - Galina Starowoitowa, russische Reformpolitikerin und stellvertretende Vorsitzende der Partei "Demokratisches Russland" wird in St. Petersburg ermordet.
- 2002 - Angola. Offizieller Abschluss der Umsetzung des Lusaka-Protokolls
Wirtschaft
- 1811 - Friedrich Krupp gründet in Essen eine Fabrik zur Produktion von Gussstahl.
Wissenschaft, Technik
- 1928 - Die erste Bewegtbildübertragung durch den Sender Königs Wusterhausen leitet die Ära des Fernsehens ein.
- 1985 - Microsoft veröffentlicht die erste Version des Betriebssystems Windows.
- 2000 - Honda stellt den humanoiden Roboter ASIMO der Öffentlichkeit vor.
Kultur
- 1757 - Uraufführung der Oper "L'Isola disabitata" von Domenico Scarlatti am Teatro San Samuele in Venedig.
- 1805 - Uraufführung der Oper "Fidelio", Ludwig van Beethovens einziger Oper, im Theater an der Wien in Wien.
- 1853 - Uraufführung der Oper "Giulia oder die Corsen" von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1889 - Die 1. Sinfonie von Gustav Mahler wird in Budapest uraufgeführt.
- 1901 - Uraufführung der Oper "Grisélidis" von Jules Massenet an der Opéra-Comique in Paris.
- 1908 - Die Komödie "Moral" von Ludwig Thoma wird in Berlin uraufgeführt.
- 1910 - Uraufführung der Oper "Semirama" von Ottorino Respighi in Bologna.
- 1913 - Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verbietet das Tanzen von Tango in Uniform wegen Unschicklichkeit.
- 1923 - Uraufführung der Oper "Die Höhle von Salamanca" von Bernhard Paumgartner an der Staatsoper in Dresden.
- 1926 - "Dorothea Angermann" von Gerhart Hauptmann wird an siebzehn deutschsprachigen Bühnen gleichzeitig uraufgeführt.
- 1956 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Chile wird abgeschlossen und am 24. Mai 1959 in Kraft treten.
- 1964 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Peru wird abgeschlossen und am 14. Januar 1966 in Kraft treten.
- 1966 - Das Musical "Cabaret" von John Kander und Fred Ebb erlebt seine Premiere im Imperial Theatre am Broadway.
Religion
Katastrophen
- 1974 - Nairobi, Kenia: Eine Boeing 747-130 der Lufthansa verunglückt beim Start vom Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi 59 der 157 Personen an Bord sterben. Siehe Lufthansa Flug 540
- 1993 - Mazedonien: Eine Jakowlew Jak-42 der Avioimpex auf dem Flug von Genf, Schweiz nach Skopje wird wegen schlechten Wetters nach Ohrid umgeleitet, wo sie gegen einen Berg prallt. Nur einer der 116 Insassen überlebt.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1993 - Die Dopingsperre von Katrin Krabbe, Grit Breuer und Manuela Deer wird durch den Internationalen Leichtathletik-Verband bestätigt.
Geboren
- 1602 - Otto von Guericke, deutscher Politiker
- 1625 - Paulus Potter, niederländischer Maler
- 1752 - Thomas Chatterton, britischer Dichter
- 1761 - Pius VIII. (Papst)
- 1762 - Pierre André Latreille, französischer Etnomologe
- 1779 - Franz Haniel, deutscher Unternehmer (Stahl)
- 1787 - Johann Nikolaus von Dreyse, deutscher Erfinder, Konstrukteur und Unternehmer († 1867)
- 1792 - Nikolai Iwanowitsch Lobatschewski, russischer Mathematiker
- 1806 - Adolf Harless, deutscher protestantischer Theologe
- 1825 - António de Serpa Pimentel, portugiesischer Politiker
- 1841 - Victor D'Hondt, belgischer Professor für Zivil- und Steuerrecht
- 1841 - Wilfrid Laurier, kanadischer Premierminister
- 1858 - Selma Lagerlöf, schwedische Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin
- 1873 - Daniel Gregory Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1875 - Friedrich Werner von der Schulenburg, deutscher Diplomat
- 1879 - Heinrich Lilienfein, deutscher Schriftsteller und Generalsekretär der Schiller-Stiftung in Weimar
- 1886 - Karl von Frisch, österreichischer Zoologe
- 1889 - Edwin Hubble, US-amerikanischer Astronom
- 1889 - Otto Koehler, deutscher Zoologe und Ethologe
- 1892 - Erik Nölting, deutscher Politiker der SPD
- 1902 - Erik Eriksen, dänischer Politiker
- 1902 - Wolfgang Kunkel, deutscher Jurist und Rechtshistoriker
- 1907 - Henri Georges Clouzot, französischer Filmregisseur
- 1911 - Jean Shiley, US-amerikanische Leichtathletin (Hochsprung)
- 1919 - Alan Brown, englischer Rennfahrer und Teambesitzer
- 1923 - Nadine Gordimer, südafrikanische Schriftstellerin
- 1923 - Tonino Delli Colli, italienischer Kameramann († 2005)
- 1924 - Benoit Mandelbrot, französischer Mathematiker
- 1925 - Maja Plissezkaja, sowjetisch-russische Tänzerin
- 1925 - Robert F. Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1925 - June Christy, US-amerikanische Sängerin
- 1929 - Raymond Lefèvre, französischer Bandleader
- 1937 - René Kollo, deutscher Tenor
- 1940 - Tony Butala, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Dr. John, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1941 - Aubrey Lee de Cordova, US-amerikanische Musikerin
- 1942 - Norman Greenbaum, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - De Lisle McKenzie Harper, britischer Musiker
- 1944 - Mike Vernon, britischer Musikproduzent
- 1946 - Duane Allman, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1946 - Ray Stiles, britischer Musiker (Mud)
- 1947 - Joe Walsh, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Barbara Hendricks, US-amerikanische Sängerin
- 1948 - John R. Bolton, US-amerikanischer Politiker und Diplomat
- 1950 - Gary Green, britischer Musiker
- 1954 - Kaspar Heidelbach, deutscher Regisseur
- 1956 - Bo Derek, amerikanische Schauspielerin
- 1956 - Olli Dittrich, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1957 - Stefan Bellof, deutscher Autorennfahrer
- 1957 - James Brown, britischer Musiker und Sänger
- 1960 - Paul King, britischer Sänger und Songschreiber
- 1961 - Veronika Maria Bellmann, deutsche Politikerin, Mitglied des Bundestages
- 1965 - Michael Clemens Frey, deutscher Musiker, Sänger, Komponist, Dirigent
- 1973 - Silke Lichtenhagen, deutsche Leichtathletin
- 1975 - Timea Vagvoelgyi, ungarische Schauspielerin
Gestorben
- 967 - Abu I-Faradj al-Isfahani, in Bagdad; arabischer Schriftsteller
- 1022 - Bernward von Hildesheim, Bischof und Gründer der Hildesheimer Werkstätten, Heiliger
- 1593 - Hans Bol, in Amsterdam; niederländischer Maler und Radierer
- 1720 - Peter Wessel Tordenskjöld, in Hannover; dänischer See- und Nationalheld
- 1758 - Johan Helmich Roman, schwedischer Komponist
- 1856 - Farkas Bolyai, in Marosvásárhely, Tîrgu Mures; ungarischer Mathematiker und Dichter
- 1861 - Christian Friedrich Brendel, deutscher Ingenieur
- 1863 - James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat
- 1872 - Lars Johan Hierta, in Stockholm; schwedischer Verleger, Publizist und Politiker
- 1882 - Henry Draper, in New York City; US-amerikanischer Astronom
- 1882 - Béla Kéler, ungarischer Komponist
- 1889 - August Engelbrekt Ahlqvist, in Helsinki; finnischer Sprachwissenschaftler
- 1894 - Anton Rubinstein, russischer Pianist, Komponist und Dirigent
- 1907 - Paula Modersohn-Becker, in Worpswede; deutsche Malerin und Graphikerin
- 1910 - Leo Tolstoi, in Astapowo Tula; russischer Schriftsteller
- 1914 - Dimitrije Tucovic, bei Lazarevac; serbischer Jurist und Publizist
- 1918 - John Bauer, schwedischer Maler
- 1925 - Stefan Żeromski, in Warschau; polnischer Schriftsteller ( -
- 1927 - Wilhelm Stenhammar, in Stockholm; schwedischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 1932 - Irene Aldrige, in London; britische Opernsängerin
- 1935 - Fernando António Pessoa, in Lissabon; portugiesischer Dichter
- 1940 - Emanuela Frank, in München; deutsche Mezzosopranistin
- 1945 - Francis William Aston, in Cambridge; englischer Physiker und Chemiker; Nobelpreis für Chemie 1922
- 1947 - Wolfgang Borchert, in Basel; deutscher Schriftsteller
- 1947 - Georg Kolbe, deutscher Bildhauer
- 1950 - Francesco Cilèa, in Varazze, Savona; italienischer Komponist
- 1952 - Benedetto Croce, italienischer Philosoph, Literaturhistoriker und Politiker
- 1967 - Casimir Funk, polnisch-amerikanischer Biochemiker
- 1972 - Ennio Flaiano, in Rom; italienischer Schriftsteller
- 1974 - Alessandro Momo, in Rom; italienischer Schauspieler
- 1975 - Francisco Franco, in Madrid; spanischer General und Politiker
- 1977 - Franz Baur, in Bad Homburg; deutscher Meteorologe
- 1978 - Giorgio de Chirico, italienischer Maler
- 1981 - Herbert Behrens-Hangeler, deutscher Maler und Grafiker
- 1991 - Helga Hahnemann, deutsche Entertainerin
- 1996 - Abdus Salam, pakistanischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1979
- 1999 - Amintore Fanfani, in Rom; italienischer Politiker, Regierungschef
- 2003 - Loris Azzaro, italienischer Modeschöpfer
- 2003 - David Dacko, zentralafrikanischer Politiker
- 2003 - Eugene Kleiner, US-amerikanischer Investor
- 2004 - Fred Hale, ältester Mann der Welt
- 2005 - Hans-Peter Reinicke, deutscher Schauspieler
Feiertage und Gedenktage
- Weltkindertag, außer in Deutschland, dort am 20. September (UNICEF)
- Tag der Industrialisierung Afrikas (UNO)
- katholischer und evangelischer Gedenktag: Bernward (Bernward von Hildesheim)
- katholischer, anglikanischer und orthodoxer Gedenktag: Edmund (Edmund von Ostanglien)
- katholischer Gedenktag: Felix (Felix von Valois)
- Felicia
- maronitischer Gedenktag: Joachim (Joachim, Vater der Gottesmutter Maria)
Siehe auch
- 19. November - 21. November
- 20. Oktober - 20. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1120
ja:11月20日
ko:11월 20일
simple:November 20
th:20 พฤศจิกายน
1945
2. Februar: Mühlviertler Hasenjagd
Politik
- 1. Januar: Eduard von Steiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 16. Januar: Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Magdeburg: 90 % der Magdeburger Altstadt versinkt in Schutt und Asche
- 24. Januar: In Aachen erscheint mit den Aachener Nachrichten die erste deutsche Nachkriegszeitung
- 27. Januar: Befreiung des KZ und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee
- 30. Januar: Durch ein sowjetisches U-Boot wird der Dampfer „Wilhelm Gustloff“ versenkt. Von ca. 10.000 Menschen (Flüchtlinge aus Ostpreussen) an Bord überlebten nur etwa 1.200 Menschen; es handelt sich um die größte Schiffskatastrophe der Weltgeschichte
- 4. Februar: 11. Februar: Konferenz von Jalta
- 12. Februar: Abkommen von Varkiza, Entwaffnung und Demobilisierung der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
- 4. April: Befreiung Ungarns durch sowjetische Truppen und Beginn der stalinistischen Zeit
- 20. April: Vorübergehende Schließung der Technischen Hochschule Berlin (Vorgänger der Technischen Universität)
- 25. April: Elbe Day, in Torgau feiern sowjetische und US-amerikanische Soldaten das erstmaliges Zusammentreffen ihrer Kampfverbände auf reichsdeutschem Boden
- 27. April: Befreiung des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg durch die amerikanische Armeeverbände und französische Truppen de Gaulles - 28. April: In der Penzberger Mordnacht ermorden NS-Schergen kurz vor Kriegsende 16 Zivilisten
- 30. April: Die Rote Armee hisst die sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude, Adolf Hitler, der Diktator des Dritten Reiches, begeht Selbstmord
- 5. Mai: Dänemark. Ende der Besetzung durch die Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 5. Mai: Waffenstillstand und Befreiung der Niederlande
- 6. Mai: Der von Kurt Schumacher initiierte Ortsverein Hannover der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wird ins Leben gerufen und ist erste Keimzelle für den Wiederaufbau der SPD
- 7. Mai: Um 2.41 Uhr unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl in Reims die Gesamtkapitulation der Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 8. Mai: Norwegen. Ende der Besatzung durch deutsche Wehrmachtstruppen
- 8. Mai: Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht; Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa
- 9. Mai: Um 0.01 Uhr tritt die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft
- 9. Mai: Wilhelm Buhl wird Ministerpräsident in Dänemark
- 23. Mai: Verhaftung der Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz in Flensburg
- 24. Mai: Die fast ausschließlich deutschen Bewohner werden aus Frain an der Thaya (Vranov nad Dyjí) vertrieben
- 5. Juni: Der Alliierte Kontrollrat übernimmt die oberste Regierungsgewalt im besetzten Deutschen Reich
- 10. Juni: Marschall Schukow ordnet in seinem Befehl Nr. 2 in der sowjetischen Besatzungszone an, „die Bildung und Tätigkeit antifaschistischer Parteien zu erlauben“
- 11. Juni: Die „Gruppe Ulbricht“ gründet in Berlin die Kommunistische Partei Deutschlands neu
- 15. Juni: Neugründung der SPD in Berlin, eine zweite SPD-Keimzelle entsteht
- 21. Juni: Der tschechoslowakische Präsident Eduard Benes verfügt die Enteignung des Grundbesitzes der Sudetendeutschen (Benes-Dekrete)
- 1. Juli: Einrichtung der Volkspolizei in der sowjetischen Besatzungszone
- 16. Juli: beim Trinity-Test in New Mexico (USA) explodiert die erste Atombombe
- 17. Juli–2. August: Konferenz von Potsdam über das besiegte Deutschland
- 26. Juli: Winston Churchill, britischer Premierminister, gibt nach einer verlorenen Unterhauswahl seinen Rücktritt bekannt
- 27. Juli: Nach gewonnener Unterhauswahl übernimmt Clement Attlee das Amt des britischen Premiers von Winston Churchill
- 1. August: Die Frankfurter Rundschau erscheint als erste deutsche Lizenz-Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 2. August: Polen. Potsdamer Abkommen
- 6. August: Abwurf der ersten offiziellen Atombombe über Hiroshima, etwa 200.000 Tote
- 9. August: Abwurf einer Atombombe über Nagasaki
- 15. August: Bedingungslose Kapitulation Japans durch Kaiser Hirohito
- 17. August: Indonesien wird unabhängig
- 26. September - Bei Göttingen wird das Aufnahmelager Friedland für Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostdeutschland und Osteuropa geschaffen.
- 10. Oktober - Auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats werden alle NS-Organisationen aufgelöst.
- 11. November - Das Großherzogtum Luxemburg erhält eine eigene Besatzungszone in Deutschland mit den Städten Bitburg und Merzig.
- 14. November: Eröffnung der Nürnberger Prozesse
- 27. Dezember: Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird gegründet
- Wiederaufnahme der Arbeit der Kommunalverbände in getrennter institutioneller Form (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag)
Kultur
- 1. Februar: Uraufführung der Oper Lycksalighetens ö von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- 19. April: Uraufführung das Musical Carousel von Richard Rodgers am Majestic Theatre in New York
Katastrophen
- 12. Januar: Erdbeben der Stärke 7,1 in Mikawa, Japan, etwa 1.900 Tote
- 9. Februar: Das deutsche Passagierschiff „General von Steuben“ wird mit über 4000 Flüchtlingen an Bord vor der pommerschen Ostseeküste von einem sowjetischen U-Boot torpediert und sinkt. Etwa 3500 Tote
- 23. Februar: Zerstörung von Pforzheim
- 3. Mai: Die Versenkung der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland durch britische Luftangriffe fordert ca. 7.000 Tote
- 28. Juli: New York, USA. Ein B-25 Bomber krachte in das Empire State Building zwischen dem 78. und 79. Stockwerk. 13 Tote, davon 10 Zivilisten
- 27. November: Erdbeben der Stärke 8,2 im Iran, etwa 4.000 Tote
- 15. Dezember: Zusammenstoß zwischen einer S-Bahn und einem Güterzug zwischen den Berliner Bahnhöfen Spindlersfeld und Betriebsbahnhof Schöneweide. 4 Tote, 9 Schwerverletzte. Der zuständige Fahrdienstleiter wird im Januar 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt und hingerichtet
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. November - Fußball: Die süddeutsche Oberliga nimmt ihren Spielbetrieb mit Punktspielen auf.
Vereinte Nationen
- Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni in San Francisco als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes
- 24. Oktober: Argentinien, USA, Großbritannien, Türkei, Ukraine, Syrien, Saudi-Arabien, Neuseeland, Nicaragua, Paraguay, Philippinen, Polen, Sowjetunion, Kuba, Libanon, Luxemburg, Iran (Islamische Republik), Dominikanische Republik, El Salvador, Frankreich, Haiti, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Argentinien, Belarus werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 25. Oktober: Griechenland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Indien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 31. Oktober: Peru wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. November: Australien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 2. November: Liberia und Costa Rica werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 5. November: Kolumbien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 7. November: Südafrika und Mexiko werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 9. November: Kanada wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 13. November: Panama und Äthiopien werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 14. November: Bolivien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 15. November: Venezuela wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. November: Guatemala wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. November: Norwegen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. November: Jugoslawien wird zur „Sozialistischen Föderativen Republik“
- 10. Dezember: Niederlande wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 17. Dezember: Honduras wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 18. Dezember: Uruguay wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. Dezember: Irak und Ecuador werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 27. Dezember
- : Belgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- : Gründung des IWF (Internationaler Währungsfond)
Militärisch
- 2. Januar: Nürnberg wird in einem alliierten Luftangriff weitgehend, die historisch wertvolle Altstadt vollständig zerstört
- 16. Januar: Magdeburg durch Luftangriff schwer zerstört
- 30. Januar: Versenkung der Wilhelm Gustloff durch ein sowjetisches U-Boot, mehr als 9.000 Tote
- 13.–15. Februar: Luftangriff auf Dresden (min. 35.000 Tote)
- 23. Februar: Zerstörung Pforzheims durch Luftangriff
- 3. März: Alliierte Flugzeuge werfen versehentlich Bomben auf Basel und Zürich
- 16. März: Würzburg wird durch einen Luftangriff zu 75 % zerstört
- 18. März: Berlin: 1250 amerikanische Bomber fliegen einen Angriff
- 19. März: Zerstörung Hanaus durch britischen Luftangriff
- 16. April: Versenkung der Goya durch sowjetisches U-Boot, etwa 6.500 Tote
- 26. April: Letzter größerer deutscher Panzerangriff des 2. Weltkriegs: Bautzen wird zurückerobert
- 3. Mai: Versenkung der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland durch britische Luftangriffe, etwa 7.000 Tote
- 4. Mai: Die 2. französische Panzerdivision unter General Leclerc erreicht Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden
- 14. Juni: Das Fraternisierungsverbot wird gelockert. Demzufolge erhalten britische Besatzungssoldaten in Deutschland die Erlaubnis, mit kleinen Kindern zu sprechen
- 6. August: Erster Atombombenabwurf Hiroshima
- 9. August: Zweiter Atombombenabwurf Nagasaki
- 17. August: Das (letzte) deutsche U-Boot U 977 erreicht auf der Flucht aus Deutschland Argentinien
Technik
- 24. Januar: In Peenemünde wird eine geflügelte Version der A4/V2-Rakete die A4b erstmals erfolgreich gestartet. Sie soll die doppelte Reichweite der A4 erreichen, stürzt allerdings wegen eines Flügelbruchs vorzeitig ab. Es kommt zu keinem weiteren Start dieses Flugkörpers mehr
- 1. März: Der Pilot des ersten senkrecht startenden bemannten Raketenflugzeugs, einer Natter von den Bachem-Werken kommt beim Start ums Leben
- 6. April: Das höchste Holzbauwerk aller Zeiten, der 190 Meter hohe Holzsendeturm des Senders Mühlacker, wird von der SS gesprengt
- 16. Juli: Erste Atombombentestexplosion bei Los Alamos: „Trinity-Test“, 20 Kilotonnen TNT
- Oktober: In der Nähe von Cuxhaven wird Vertretern der alliierten Besatzungsmächte an Hand von drei Versuchsstarts die Technik der „Vergeltungswaffe“ V2 demonstiert (Operation Backfire)
1. Halbjahr
- 1. Januar: Jacky Ickx, belgischer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer
- 1. Januar: Rüdiger Safranski, deutscher Schriftsteller
- 3. Januar: Stephen Stills, amerikanischer Musiker
- 3. Januar: Frank Laufenberg, verheiratet mit Irene Laufenberg
- 3. Januar: Luigi Blau, österreichischer Architekt und Möbeldesigner
- 7. Januar: Dave Cousins, britischer Sänger und Songwriter
- 8. Januar: Heinrich-Wilhelm Ronsöhr, deutscher Politiker und MdB
- 8. Januar: Terry Sylvester, britischer Musiker
- 9. Januar: Levon Ter-Petrosyan, erste Präsident von Armenien
- 10. Januar: Rod Stewart, britischer Sänger aus Schottland
- 11. Januar: Christine Kaufmann, deutsche Filmschauspielerin
- 12. Januar: Maggie Bell, britische Sängerin
- 14. Januar: Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE
- 14. Januar: Anselm Grün, Benediktinermönch in der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg
- 15. Januar: Christian Anders, Schlagersänger
- 17. Januar: Ib Michael, dänischer Schriftsteller
- 17. Januar: William Hart, US-amerikanischer Sänger
- 18. Januar: Isabell Allende, Tochter von Salvador Allende
- 19. Januar: Rod Evans, britischer Sänger
- 20. Januar: Eric Stewart, britischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber
- 21. Januar: Martin Shaw, britischer Schauspieler
- 22. Januar: Christoph Schönborn, österreichischer Bischof und Kardinal
- 23. Januar: Renate Kern, deutsche Schlagersängerin († 1991)
- 26. Januar: Peter Rauen, deutscher Politiker und MdB
- 26. Januar: Jacqueline du Pré, britische Violoncellistin
- 29. Januar: Manfred Lehmann, deutscher Schauspieler
- 29. Januar: Tom Selleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 30. Januar: Steve Marriott, britischer Rockmusiker († 1991)
- 31. Januar: Matthias Beltz, deutscher Kabarettist und freier Autor († 2002)
- 1. Februar: Gerhard Welz, deutscher Fußballspieler
- 2. Februar: Robert Atzorn, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Bob Marley, jamaikanischer Musiker († 1981)
- 7. Februar: Fredric Kroll, amerikanischer Komponist und Schriftsteller
- 8. Februar: Erich Rutemöller, deutscher Fußballtrainer
- 8. Februar: Kinza Clodumar, nauruischer Politiker und Präsident
- 9. Februar: Mia Farrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Februar: Karin Radermacher, deutsche Politikerin und MdL
- 11. Februar: Ralph Doubell, australischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 12. Februar: Jann-Peter Jansen, deutscher Politiker und MdB
- 14. Februar: Uwe Göllner, deutscher Politiker und MdB
- 14. Februar: Hans Adam II., Regent von Liechtenstein
- 15. Februar: Douglas R. Hofstadter, Physiker, Informatiker, Kognitionswissenschaftler und Philosoph
- 19. Februar: Thomas Brasch, Autor, Dramatiker und Lyriker
- 20. Februar: Johannes Biebl, deutscher Rockmusiker
- 21. Februar: Walter Momper, deutscher Politiker
- 23. Februar: Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen
- 24. Februar: Helmut Rauber, deutscher Politiker und MdB
- 27. Februar: Daniel Olbrychski, polnischer Schauspieler
- 4. März: Dieter Meier, Schweizer Künstler
- 5. März: Friedrich Bohl, deutscher Politiker
- 8. März: Anselm Kiefer, deutscher Maler und Bildhauer
- 13. März: Anatolij Timofejewitsch Fomenko, russischer Mathematiker und Dozent
- 14. März: Herman van Veen, niederländischer Sänger, Schriftsteller, Liedertexter und Liederkomponist
- 15. März: Volker Kröning, deutscher Politiker und MdB
- 16. März: Polo Hofer, schweizerischer Rock-Sänger
- 26. März: Michail Woronin, russischer Turner († 2004)
- 26. März: Joachim Hörster, deutscher Politiker und MdB
- 27. März: Harry Rowohlt, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Rezitator
- 30. März: Eric Clapton, Rock- und Blues-Gitarrist
- 3. April: Petra Kappert, Professorin für Turkologie († 2004)
- 4. April: Daniel Cohn-Bendit, Publizist und Politiker
- 12. April: Sigrid Skarpelis-Sperk, deutscher Politiker und MdB
- 13. April: Lowell George, US-amerikanischer Rockmusiker (Little Feat)
- 14. April: Uwe Beyer, deutscher Leichtathlet († 1993)
- 14. April: Ritchie Blackmore, britischer Hardrock-Gitarrist/Deep Purple
- 20. April: Naftali Temu, kenianischer Leichtathlet und Langstreckenläufer († 2003)
- 25. April: Björn Ulvaeus, schwedischer Sänger, Mitglied der Gruppe ABBA
- 26. April: Winfried Glatzeder, deutscher Schauspieler
- 6. Mai: Jimmie Dale Gilmore, US-amerikanischer Country-Singer-Songwriter
- 8. Mai: Keith Jarrett, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 9. Mai: Gamal Al-Ghitani, ägyptischer Autor und Journalist
- 9. Mai: Jupp Heynckes, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 14. Mai: Wladislaw Ardzinba, abchasischer Politiker
- 16. Mai: Martha Beatriz Roque Cabello, kubanische Wirtschaftswissenschaftlerin
- 19. Mai: Pete Townshend, britischer Musiker und musikalischer Kopf der Rockband The Who
- 20. Mai: Anton Zeilinger, Professor, führte Experimente zur Quantenteleportation durch
- 21. Mai: Ernst Messerschmid, Physiker und Astronaut
- 24. Mai: Bärbel Bohley, Bürgerrechtlerin und Malerin
- 24. Mai: Priscilla Presley, amerikanische Schauspielerin
- 24. Mai: Driss Jettou, marokkanischer Politiker und Premierminister
- 25. Mai: Klaus Zaczyk, deutscher Fußballspieler
- 28. Mai: Leo Pleysier, niederländischsprachiger Schriftsteller aus Belgien
- 31. Mai: Rainer Werner Fassbinder, deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor († 1982)
- 31. Mai: Laurent Gbagbo, Präsident des afrikanischen Staates Côte d'Ivoire
- 2. Juni: Richard Long, britischer Künstler
- 3. Juni: Gerda Eichhorn, deutsche Politikerin
- 5. Juni: John Carlos, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 6. Juni: Theo Zwanziger, deutscher Sportfunktionär und Schatzmeister des DFB
- 7. Juni: Wolfgang Schüssel, österreichischer Bundeskanzler
- 9. Juni: Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer († 1994)
- 10. Juni: Kurt Neumann, deutscher Politiker
- 10. Juni: Regula Schmidt-Bott, deutscher Politiker und MdB
- 11. Juni: Ernst Bahr, deutscher Politiker und MdB
- 11. Juni: Roger Schawinski, Schweizer Medienpionier und Fernsehmoderator
- 14. Juni: Alfred Worm, österreichischer Journalist
- 14. Juni: Jörg Immendorff, deutscher Maler und Bildhauer
- 17. Juni: Ken Livingstone, Oberbürgermeister von London
- 17. Juni: Eddy Merckx, belgischer Radrennfahrer
- 19. Juni: Aung San Suu Kyi, Politikerin in Birma
- 21. Juni: Philippe Sarde, französischer Komponist
- 22. Juni: Rainer Brüderle, deutscher Politiker
- 25. Juni: Carly Simon, amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 29. Juni: Chandrika Bandaranaike Kumaratunga, Präsidentin von Sri Lanka
- 30. Juni: Sean Scully, irischer Maler und Grafiker
2. Halbjahr
- 2. Juli: Dieter Grasedieck, deutscher Politiker und MdB
- 7. Juli: Beatrix Philipp, deutsche Politikerin und MdB
- 8. Juli: Herbert Schirmer, war Minister für Kultur der DDR
- 8. Juli: Micheline Calmy-Rey, Schweizer Politikerin
- 9. Juli: Dean Koontz, US-amerikanischen Schriftsteller
- 12. Juli: Hans Jochen Henke, deutscher Politiker
- 12. Juli: Gerald Weiß, deutscher Politiker und MdB
- 14. Juli: Uwe Küster, deutscher Politiker und MdB
- 15. Juli: Jürgen Möllemann, deutscher Politiker († 2003)
- 19. Juli: Barbara Alms, Museumsleiterin
- 19. Juli: Christian Feest Ethnologe, Direktor des Völkerkundemuseums, Wien
- 23. Juli: Roland Ertl, Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres
- 23. Juli: Herbert Frankenhauser, deutscher Politiker und MdB
- 30. Juli: Patrick Modiano, französischer Schriftsteller
- 7. August: Reinhard Rack, ÖVP-Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments
- 8. August: Wolfgang Dreher, deutscher Richter am Bundessozialgericht
- 12. August: Ute Mora, deutsche Schauspielerin († 2003)
- 12. August: Jean Nouvel, französischer Architekt
- 14. August: Steve Martin, US-amerikanischer Schriftsteller, Produzent, Schauspieler, Musiker und Komponist
- 14. August: Wim Wenders, deutscher Regisseur und Fotograf
- 15. August: Alain Juppé, französischer Politiker
- 23. August: Carmen-Maja Antoni, deutsche Schauspielerin
- 26. August: Suzette Pirsch, Künstlerin
- 27. August: Marianne Sägebrecht, deutsche Schauspielerin
- 31. August: Van Morrison, irischer Rocksänger und Songschreiber
- 31. August: Ernst-Reinhard Beck, deutscher Politiker und MdB
- 31. August: Itzhak Perlman, israelischer Musiker
- 8. September: Christiane Krüger, deutsche Schauspielerin
- 8. September: Vinko Puljić, Erzbischof von Sarajevo und Kardinal
- 9. September: Ingrid Matthäus-Maier, deutsche Politikerin
- 11. September: Franz Beckenbauer, deutscher Fußballnationalspieler
- 12. September: Norbert Berger, deutscher Sänger
- 13. September: Alain Louvier, französischer Komponist
- 13. September: Gertrude Mongella, erste Präsidentin des Afrikanischen Parlaments
- 14. September: Jürgen Koppelin, deutscher Politiker und MdB
- 14. September: Lutz Brockhaus, deutscher Bildhauer
- 15. September: Hans-Gert Pöttering, deutscher Politiker
- 17. September: Phil Jackson, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 22. September: Ursula Stenzel, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 22. September: Klaus Reichenbach, Minister im Amt des Ministerpräsidenten der DDR
- 23. September: Igor Iwanow, Sekretär des Sicherheitsrats Russlands
- 26. September: Gal Costa, brasilianischer Sänger
- 28. September: Marielle Goitschel, französische Skirennläuferin
- 29. September: Michael Bella, deutscher Fußballspieler
- 29. September: Nadeschda Tschischowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 30. September: Ralph Siegel, deutscher Musiker, Komponist und Musikproduzent
- 1. Oktober: Donny Hathaway, US-amerikanischer Musiker († 1979)
- 2. Oktober: Martin Hellman, Kryptologe
- 2. Oktober: Don McLean, US-amerikanischer Sänger und Komponist
- 5. Oktober: Brian Connolly, Schottischer Sänger der Gruppe The Sweet († 1979)
- 7. Oktober: Manfred Ruge, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt
- 21. Oktober: Michael Kraus, deutscher Künstler und Grafiker aus Olpe/Biggesee († 1978)
- 22. Oktober: Detlef Pirsig, deutscher Fußballspieler
- 27. Oktober: Arild Andersen, norwegischer Jazz-Bassist
- 27. Oktober: Waltraud Klasnic, Landeshauptmann der Steiermark
- 27. Oktober: Luiz Inácio Lula da Silva, brasilianischer Politiker und Präsident
- 29. Oktober: Wilfried Lieck, erfolgreicher deutscher Tischtennisspieler
- 3. November: Gerd Müller, Deutscher Fußballspieler und Rekordtorschütze
- 6. November: Rita Pavone, italienische Schlagersängerin
- 9. November: Jos van Immerseel, belgischer Cembalist
- 11. November: Daniel Ortega, Präsident von Nicaragua
- 12. November: Neil Young, kanadischer Rockmusiker
- 15. November: Anni-Frid Lyngstad, schwedische Popsängerin, Mitglied der Popgruppe ABBA
- 20. November: Johnny Dyani, südafrikanischer Jazz-Bassist und -Komponist
- 21. November: Goldie Hawn, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. November: Dennis Nilsen, bezeichnete sich selbst als „Englands größten Serienmörder“
- 28. November: Georg Volkert, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 30. November: Roger Glover, englischer Bassist und Musikproduzent
- 30. November: Radu Lupu, rumänischer Pianist
- 9. Dezember: Andrew Birkin, britischer Drehbuchautor und Regisseur
- 18. Dezember: Matthias Weisheit, deutscher Politiker († 2004)
- 20. Dezember: Peter Criss, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 20. Dezember: Arno Schmidt (Bundestagsabgeordneter), war vom
- 22. Dezember: Konrad Beikircher, ist Kabarettist und Musiker
- 22. Dezember: Ursula Haubner, österreichische Politikerin und seit dem
- 24. Dezember: Lemmy Kilmister, britischer Rockmusiker
- 25. Dezember: Rick Berman, ist Produzent der Star Trek Serien und Filme
- 28. Dezember: Birendra, König von Nepal († 2001)
- 30. Dezember: Paola Cacchi, italienische Leichtathletin und Olympionikin
- 31. Dezember: Leonard Adleman, Professor für Computerwissenschaften und Molekularbiologie
- 5. Januar: Hans Christiansen, deutscher Maler und Kunsthandwerker ( - 1866)
- 5. Januar: Julius Leber, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer ( - 1891)
- 10. Januar: Rudolf Borchardt, deutscher Schriftsteller und Übersetzer ( - 1877)
- 22. Januar: Alfred Wolfenstein, expressionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer ( - 1888)
- 22. Januar: Else Lasker-Schüler, deutsche Dichterin ( - 1869)
- 23. Januar: Eugen Bolz, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer ( - 1881)
- 23. Januar: Reinhold Frank, deutscher Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer ( - 1896)
- 23. Januar: Helmuth James Graf von Moltke, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer ( - 1907)
- 27. Januar: Gideon Klein, tschechischer Komponist und Pianist ( - 1919)
- 29. Januar: Hans Conrad Leipelt, Mitglied der Weißen Rose ( - 1921)
- 1. Februar: Johan Huizinga, niederländischer Kulturhistoriker ( - 1872)
- 2. Februar: Alfred Delp, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus ( - 1907)
- 2. Februar: Carl Friedrich Goerdeler, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer ( - 1884)
- 2. Februar – Friedrich Schirmer, Bürgermeister von Bunzlau und Oberbürgermeister von Wittenberg ( - 1859)
- 3. Februar:
Nationalsozialismus
Nationalsozialismus bezeichnet die totalitäre Weltanschauung und Bewegung, die im Deutschland der 1920er und 30er Jahre politisch wirksam wurde und die ab 1933 zur Errichtung einer Diktatur in einem nach völkischen Kriterien ausgerichteten Staat führte. Ihre Entstehung gründet sich auf die Ablehnung des nach 1918 in Deutschland entstandenen demokratischen Staates, der Weimarer Republik, sowie des geistigen Führungsanspruchs der Kirche und des Kommunismus. Zu ihren Grundlagen zählten ferner der völkische Rassismus und Antisemitismus sowie die Forderung nach einer Revision der infolge des verlorenen Ersten Weltkriegs erlittenen Sanktionen („Schmach von Versailles“). Die nationalsozialistische Weltanschauung lieferte die ideologische Begründung für den ab 1939 in Europa geführten deutschen Eroberungskrieg (Zweiter Weltkrieg) und die Verbrechen des Holocaust.
Begriff
„Nationalsozialismus“ war eine selbstgewählte, propagandistisch motivierte Bezeichnung, die später in der Bundesrepublik übernommen wurde; in der DDR wurde stattdessen (wie im Russischen) die Bezeichnung „Faschismus“ (speziell „Hitlerfaschismus“) verwendet. Die Bezeichnung „Nationalsozialismus“ rührt daher, dass in dem 1920 erschienen Programm der NSDAP tatsächlich eine sozialistische Gesellschaftsordnung gefordert wurde. Die Partei der deutschen Nationalsozialisten war die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Der Begriff Nazismus, in Deutschland eher selten verwendet, ist die wieder eingedeutschte Version des englischen Wortes nazism. In Deutschland wird häufig der negativ konnotierte Begriff Nazi für einen Anhänger des Nationalsozialismus verwendet.
Hauptmerkmale des Nationalsozialismus
Es ist strittig, inwieweit es eine geschlossene nationalsozialistische Ideologie gab. Überliefert ist dazu die Aussage Hans Franks aus den Nürnberger Prozessen, dass es „soviele Nationalsozialismen wie Nationalsozialisten“ gegeben habe. Die Frage muss aber letztlich offen bleiben, weil man lediglich vermuten kann, inwieweit der Nationalsozialismus als Ideologie seinen ‚Führer‘ überdauert hätte, um den herum, als dem absoluten, zentralen Mittelpunkt, das komplette politische System aufgebaut war.
Es lassen sich aber einige Hauptmerkmale benennen:
- Rassismus, insbesondere Antisemitismus, der im Holocaust kulminierte sowie Verherrlichung der „arischen und germanischen Rasse“; siehe auch Nationalsozialistische Rassenideologie (vgl. Rassentheorie und Ariosophie)
- Euthanasie und Eugenik bzw. ‚Rassenhygiene‘ sowie der Glaube an die Möglichkeit einer ‚Höherzüchtung‘ einer Herrenrasse,
- Verwandtschaft zum Faschismus, die sich insbesondere in den Propaganda-Inszenierungen zeigte
- Antimarxismus, Antikommunismus, Antibolschewismus und Antikapitalismus
- Totalitarismus – Ablehnung von Demokratie; Zerschlagung politischer Parteien, Gewerkschaften und freier Presse;
- weitreichned Vollmachten für Geheimdienste und Spitzel; siehe auch Gestapo und Denunziantentum
- Führerprinzip – Konzentration aller Autorität in einer zentralen Führungspersönlichkeit, sowie Projektion dieses Prinzips auf die restlichen Hierarchie-Stufen
- Militarismus - Verteidigung von "Blut und Boden"
- Ideologie der Volksgemeinschaft
- Lebensraumpolitik, „Lebensraum im Osten“
- Berufung auf Preußische Tugenden bzw. die Philosophie des Deutschen Idealismus
Ähnlich wie im Faschismus in Italien, den dessen Urheber Benito Mussolini als „Verschmelzung von Großkapital und Staat“ bezeichnete, wurden die Nationalsozialisten von einzelnen deutschen wie auch ausländischen Unternehmern als Bollwerk gegen den Bolschewismus finanziell unterstützt.
Bolschewismus]]
Der Antisemitismus speiste sich aus verschiedenen, teilweise widersprüchlichen Richtungen. So wurden Juden pauschal für Missstände wie Massenarbeitslosigkeit, Verstädterung, Abwanderung der Landbevölkerung in die Städte, Zersiedelung der Landschaft usw. verantwortlich gemacht. Sie wurden auch als Hintermänner von Marxismus und Kapitalismus dargestellt und als ‚zersetzend‘, einer „minderwertigen Rasse angehörend“ gebrandmarkt.
Der Begriff der Rasse war ein zentraler Begriff nationalsozialistischer Weltanschauung. Es wurde die „Überlegenheit einer arischen Rasse“ über andere Rassen postuliert, wobei „Arier“ fälschlicherweise mit Indogermane gleichgesetzt wurde. Die arische Rasse sollte vor dem schädlichen Einfluss, den die Nationalsozialisten in der ‚Vermischung‘ mit anderen Rassen sahen, bewahrt werden. Die Erhaltung der sogenannten „Reinheit des Blutes“ rechtfertigte z.B. die in den Nürnberger Gesetzen erlassenen Heiratsverbote von Deutschen mit „überwiegend anderer Rasse zugehörigen“ Partnern.
Die Sterilisierung von geistig Behinderten, psychisch Kranken und von Schwerverbrechern sollte verhindern, dass sich ‚krankes‘ Erbgut weitervererben konnte.
Parallel wurde Aufrüstung betrieben, zunächst geheim, dann offen. Sobald die Wehrmacht stark genug sein würde, sahen Pläne Hitlers und anderer hoher Nationalsozialisten vor, gezielt Angriffskriege einzufädeln. Dabei sollte ein Land nach dem anderen isoliert und einzeln ‚niedergekämpft‘ werden. Das Endziel war die Eroberung des kontinentalen Festlands, der Sowjetunion bis zur Linie Archangelsk–Uralgebirge–Kaukasus sowie die Besiedelung dieser Gebiete durch die Deutschen. Die Herrschaft über die besetzten Gebiete sollte durch Vertreibung unerwünschter Bevölkerungsgruppen gestärkt werden.
Machtergreifung des Nationalsozialismus
In Deutschland verpasste Hitler mit der NSDAP bei den Reichstagswahlen Anfang 1933 nur knapp die absolute Mehrheit und schloss infolgedessen vorerst einen Pakt mit dem Zentrum und der DNVP. Hitler wurde als Vorsitzender der stärksten Partei des Reichstags am 30. Januar 1933 Reichskanzler. Obwohl die Nationalsozialisten diesen Tag als Tag der "Machtergreifung" propagierten, kam dieser Vorgang vorerst einem gewöhnlichen Regierungswechsel gleich. Der Brand des Reichstagsgebäudes in Berlin am 27. Februar 1933 veränderte jedoch diese Situation. Die Nationalsozialisten behaupteten, dass der Brandanschlag ein kommunistischer Umsturzversuch sei, beschuldigten mehrere Politiker und schufen sich mit der bereits am Tag darauf erlassenen Notverordnung des Reichspräsidenten Hindenburg nach §48 der Weimarer Verfassung die Möglichkeit, unter Aufhebung der durch die Verfassung garantierten Grundrechte gegen die Opposition, insbesondere die KPD, vorzugehen. Im späteren Reichstagsbrandprozess vom 12. August bis 23. Dezember 1933 wurde der am Tatort verhaftete Holländer M. van der Lubbe zum Tode verurteilt; die mit ihm angeklagten kommunistischen Politiker wurden freigesprochen. Bis heute konnte kein Nachweis erbracht werden, dass van der Lubbe von den Nationalsozialisten oder von den Kommunisten zu der Brandlegung angestiftet wurde.
Die vollständige Machtergreifung gelang den Nationalsozialisten erst durch das Ermächtigungsgesetz, für das sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Abgeordneten benötigten, welche sie durch das Verbot der KPD und einen Pakt mit dem Zentrum und der DNVP auch erlangten. Durch dieses Gesetz wurde die Weimarer Reichsverfassung praktisch beseitigt: Der Reichstag entzog sich am 5. März 1933 selbst die Macht, indem er die Trennung von Exekutive und Legislative aufhob und sich damit selbst überflüssig machte.
Grundlagen und Weiterentwicklungen
Eine ideologische Grundlage des Nationalsozialismus ist die Anfechtung des allgemeinen menschlichen Grundwertes, nach welchem der Mensch seinen Wert als solcher besitzt, das heißt ohne alle Leistung. Die Grundwerte des NS waren darum weder neu noch auf eine bestimmte historische Zeit beschränkt. Sie sind die der Leistungsgesellschaft, nur eben radikal und total. Die Inszenierung der Arbeit, des Körpers, der Technik, das Absinken der Künste auf die Beschwörung des Willens ist genauso Ausdruck dieser Sicht des Menschen wie das System der Arbeitslager und die Vernichtung sogenannten „unwerten Lebens“. (Siehe auch Asoziale) Der Versailler Vertrag und die Folgen der Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre öffneten der Leistungsideologie und dem Gefühl, um die eigene Leistung betrogen zu sein, weit die Tore. Anders aber zeigt das Beispiel des Antisemitismus, gegründet auf dem Mythos, die jüdische Kultur lebe auf Kosten der deutschen, die geringe Bindung der Leistungswerte zur Wirklichkeit.
Wesentliche Elemente der NS-Ideologie wurden von Adolf Hitler in seinem Buch Mein Kampf niedergeschrieben. Das Buch galt als Grundlage aller anderen Schriften des Nationalsozialismus. Als bedeutender Ideologe wird daneben Alfred Rosenberg angesehen, der mit seinem Buch "Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts" eine sehr weite Verbreitung seiner Gedanken erreichen konnte. Der "Mythus" Rosenbergs wurde zusammen mit Hitlers "Mein Kampf" in den Grundstein der riesigen Kongresshalle in Nürnberg eingemauert, um die Grundlagen des Nationalsozialismus für die Zukunft zu bewahren. Gleichwohl wurde Rosenbergs Buch sogar von führenden NS-Politikern nicht sehr ernst genommen. Besonders Goebbels soll über Rosenberg immer wieder gespottet haben.
Eine eigene Weiterentwicklung der nationalsozialistischen Ideologie nahm Heinrich Himmler vor. Die bereits bei Rosenberg vorhandenen Bezugspunkte zu Indien wurden in den SS-Einrichtungen wie den "Ordensburgen" (die Himmler als Elite des Systems verstand) ausgebaut. Esoterische Lehren mit deutlichen östlichen Einflüssen, die teilweise von der SS übernommen wurden, haben das Kriegsende überdauert und leben - meist als unpolitische religionsähnliche Lehren - bis heute fort. Himmler betrieb auch eine Europäisierung der Ideologie. Ein bekanntes Produkt dessen sind die Freiwilligen-Einheiten der "Europäischen SS" aus vielen Ländern; jedoch gab es auch Konzepte für einen europäischen Wirtschaftsraum.
Häufig nahm der Nationalsozialismus religiöse Züge an. Auf den Reichsparteitagen wurde der Nationalsozialismus geradezu zelebriert, was durch den Film "Triumph des Willens" der Regisseurin Leni Riefenstahl besonders herausgearbeitet und verstärkt wurde. Das Verhältnis des Nationalsozialismus zur christlichen Religion war daher auch zwiespältig. Einerseits gab es den Versuch, mit einem "Deutschen Christentum" die Religion für den Nationalsozialismus einzuspannen. Andererseits aber gab es antichristliche Elemente bei Rosenberg und eine völlige Abwendung vom Christentum durch die Himmlersche Bezugnahme auf Buddha und vorbuddhistische indische Schriften. Die Haltung der Religionen und derer Vertreter während des NS-Regimes muss differenziert gesehen werden (siehe hierzu Religion während des Nationalsozialismus).
Hinzu kam der "Blut-und-Boden-Mythos" und die Verherrlichung des Bauernstandes (der "Nährstand") sowie eine gewisse Nostalgie. Viele Nationalsozialisten lehnten die Verstädterung und die zunehmende Industrialisierung ab und sehnten sich nach einem Land, das wie eh und je von Bauern bestellt wurde. Auch Heinrich Himmler hatte solche Gedanken, als er vorschlug, die eroberten Gebiete der Sowjetunion mit Bauern zu besiedeln, die zugleich Soldaten ("Wehrbauern") waren. Russen, Ukrainer und Polen sollten die Landarbeiter, das Hauspersonal, die Bauarbeiter oder die Hilfsarbeiter stellen.
Errichtung der NS- Diktatur:
30.1 .1933:
Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler
Dies markierte das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Diktatur des Nationalsozialismus
27.2.1933:
Reichstagsbrand. Ein geistig verwirrter zündet den Reichstag an. ( Wahrscheinlich war es NSDAP selbst )
28.2.1933:
Reaktion auf den Reichstagsbrand: „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“:
Sie setzt sämtliche Grundrechte der Weimare | | |